Verbandsliga:

Setzt FSG Gudensberg Frust nach Mega-Sperre in drei Punkte gegen Türkgücü um?

Tanz um den Ball: Till Dünzebach (Mitte) und Can Rommel (r., hier gegen Vellmars Christopher Löbel) sind mit Gudensberg gegen Türkgücü in der Pflicht.
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Tanz um den Ball: Till Dünzebach (Mitte) und Can Rommel (r., hier gegen Vellmars Christopher Löbel) sind mit Gudensberg gegen Türkgücü in der Pflicht.

Im fünften Anlauf soll es klappen: Die Fußballer der FSG Gudensberg wollen den Aufwärtstrend vom 1:1 gegen die SG Hombressen/Udenhausen fortsetzen und in der richtungsweisenden Partie gegen Türkgücü Kassel den ersten Saisonsieg in der Verbandsliga landen (So. 15 Uhr, Weinbergstadion).

Gudensberg – Das wäre dann auch ein Stück weg Frustbewältigung. Denn die Gudensberger sind mächtig verärgert ob der fünf Spiele Sperre gegen Fabian Otto nach einer Roten Karte, die er beim ersten Punktgewinn in dieser Spielzeit sah. „Das ist absolut nicht angemessen. Die Schlussphase war hitzig und der taktische Wille, den Gegner zu stoppen, war klar erkennbar“, erklärt Trainer Andre Fröhlich und stellt sich schützend vor seinen Spieler.

Der lange Ausfall Ottos ist doppelt bitter, weil Gudensberg personell ohnehin arg gebeutelt wurde. Bei Jannik Turtl (Leiste) und Nico Döring (Knie) sind alte Verletzungen aufgebrochen. Leon Fink hat sich aus beruflichen Gründen bis auf Weiteres verabschiedet. Robin Colella plagen Schmerzen am Sprunggelenk. Und Daniel Frank, der seine Karriere eigentlich beendet hatte, aber schon einen Einsatz flog, soll und möchte nicht regelmäßig helfen. Immerhin: Pascal Hillebrand ist aus dem Urlaub zurück.

Mittwoch nächstes Spiel gegen Thalau

Gut für Gudensberg, dass die Achse mit Torwart Tom Stieghorst, Kapitän Julian Lauterbach, Routinier Christian Dobler-Eggers, Stratege Carlos Rohmann und Stürmer Tom Siebert stabil steht. Neben und hinter Siebert klafft jedoch eine Lücke. „Ich hoffe bei Can Rommel und bei Philipp Wissemann auf eine kleine Explosion. Ein Dreier würde uns so gut tun“, betont Fröhlich und hat das nächste wichtige Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen den FSV Thalau bereits im Hinterkopf. „Das sind jetzt zwei Mannschaften auf Augenhöhe mit denen wir um den Klassenerhalt kämpfen wollen.“

Zumal Türkgücü den Nachteil hat, dass sie die 0:3-Heimniederlage am Donnerstag gegen Hombressen/Udenhausen verarbeiten müssen. Diese stoppte den Aufwärtstrend nach dem jüngsten Coup gegen Johannesberg (2:1) und der ordentlichen Vorstellung zuvor in Eichenzell (2:3 nach 2:1) jäh. Heftig trifft Türkgücü der Ausfall von Enver Maslak. Der Ausnahme-Stürmer sah eine Rote Karte, nachdem ihm zuvor saisonübegreifend 12 Treffer in 13 Partien gelungen waren.

Zudem muss das Team von Trainer Ralf Rößler die schwerwiegenden Ausfälle von Wandervogel Christian Hesse (Sprunggelenk) und Edeltechniker Naci Kara (Schienbein) verkraften. Somit richten sich bei den Gästen viele Augen auf den spielenden Co-Trainer Muhammed Gülsen, der beim 0:3 berufsbedingt fehlte, in Gudensberg aber spielen dürfte. Überraschend schon dreimal in der Startelf der Kasseler stand Nebiyu Simon Sabi. Denn zuvor pendelte der Angreifer beim Melsunger FV zwischen erster und zweiter Mannschaft. (Sebastian Schmidt)

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