3. Liga:

SG 09 Kirchhof lässt im Derby gegen Germania Fritzlar die Muskeln spielen

Erneut stark: Deborah Spatz (l., die hier die Fritzlarerinnen Luisa Krüger und Chantal Reimbold stehen lässt) war in der Abwehr und mit sieben Treffern ein wichtiger Faktor für Kirchhofs souveränen Sieg im Derby.
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Erneut stark: Deborah Spatz (l., die hier die Fritzlarerinnen Luisa Krüger und Chantal Reimbold stehen lässt) war in der Abwehr und mit sieben Treffern ein wichtiger Faktor für Kirchhofs souveränen Sieg im Derby.

Die Fronten sind geklärt. Eindeutig sogar, denn die Handballerinen der SG 09 Kirchhof behielten im Drittliga-Derby gegen den SV Germania Fritzlar klar mit 30:22 (15:13) die Oberhand. Und führen somit nach zwei Spieltagen die Tabelle der Staffel C souverän an.

Melsungen – „Unsere Abwehr sowie die erste und zweite Welle waren der Schlüssel für den Erfolg“, lobte SG-Coach Dragos Negovan sein Team. Stolz darüber, dass es den „Derby-Fight“ angenommen hat. Mehr noch. In den ersten 16 Minuten überrollte Kirchhof seinen Rivalen regelrecht. Da hatte Greta Kavaliauskaite viel zu viel Platz, um sich ihre Schlagwürfe zu nehmen und zu treffen. Da wuchs die Litauerin auf der Gegenseite zusammen mit Deborah Spatz zu einem Turm im Mittelblock auf, der für die Germania uneinnehmbar schien. Und da ließen sich die Gastgeberinnen auch von einer frühen Auszeit von SVG-Coach Lucky Cojocar nicht beeindrucken. Über 3:1 (5., Cappellaro), 6:2 (9., Spatz) und 9:3 (16., Kavaliauskaite) enteilten die Grün-Weißen schnell.

„Dann haben wir gedacht, dass alles von selbst geht. Dafür haben wir die Quittung bekommen“, sagte Negovan zur zweiten Hälfte des ersten Durchgangs, in dem plötzlich die Domstädterinnen den Ton angeben und neuen Mut schöpften. Weil Kreisläuferin Hannah Puntschuh ihre Zweikämpfe gewann. Weil die Hereinnahme von Lisa-Marie Merck das spielerische Niveau erhöhte. Und weil die Umstellung von 5:1 auf eine 6:0-Deckung Sicherheit gab. Tor um Tor holten die Gäste über 10:7 (22., Kiwa in Unterzahl), 11:10 (26., Hahn) bis zur Halbzeit auf, als Spatz ihrer SG noch einen knappen 15:13-Vorsprung rettete.

Halbzeitpause kam Kirchhof entgegen

„Die Pause kam für uns zur richten Zeit“, wusste Negovan und atmete ebenso tief durch wie seine Ehefrau Rocsana als frühere Kirchhof-Spielerin im Publikum und alle die, die es mit den Löwinnen halten. Auf der anderen Seite musste Cojocar mit ansehen, „dass wir wieder Probleme im Positionsangriff hatten, uns zu viele technische Fehler leisteten und einfach zu viel Respekt vor dem starken Gegner hatten.“

Kirchhof machte kurzen Prozess. Nach einem 5:1-Lauf war mit Kavaliauskaites Treffer zum 20:14 schon eine Vorentscheidung gefallen (43.). Auch, weil die erste Parade von Torfrau Alica Schmincke mehr war – weil sie den Wurf von Luisa Krüger sogar festhalten konnte (41.). Selbst die unfreiwillige Pause für Kreisläuferin Cappellaro, die einen Schlag auf die Nase bekam, steckte das Negovan-Team weg. Um das Ergebnis in der Schlussphase nicht nur in die Höhe zu treiben, sondern die Zuschauer auch mit feinen Toren zu begeistern.

Sehenswerte Tore und Lob aus Fritzlar

Da setzte Linksaußen Pandza den Ball perfekt in den Winkel zum 25:16 (51.), da meldete sich Cappellaro mit einem eleganten Heber zum 27:17 zurück (54.). Da setzte Kavaliauskaite mit einem Dreher den Schlusspunkt (60.). Alles derart spielerisch leicht, dass Cojocar bekräftigte: „Kirchhof kann sich nur selbst schlagen.“ Das wiederum nahm Landsmann Negovan mit einem leichten Lächeln zur Kenntnis. (Sebastian Schmidt)

Das Schema.

Kirchhof: Ritter (5 P./12 GT), Schmincke (2/10) - Nygaard Ulrichsen, Pandza 3, Harder, Sauerwald, Evjen 2/1, Koltschenko, Cappellaro 3, Al. Loro Jean 4, Aug. Loro Jean 2, Kavaliauskaite 9, Spatz 7/4.

Fritzlar: Gürbig (1/6), Küllmer (11/24) - Dietrich 3, Holeczy, Reimbold 1, Ahrend 1, Puntschuh 3, Berk 3, Kauffeld 1, Kiwa 5, Hahn 2, Krüger 2/1, Merck 1.

SR: Scheller/Walther. Z: 239

Siebenmeter: 5/6:1/1.

Zeitstrafen: 2:12 Minuten.

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