Vorbild Schaffrick neue Vize-Kapitänin

SG 09 Kirchhof peilt mit junger Mannschaft Klassenerhalt an

Gut gebrüllt: Kirchhofs Trainer Gernot Weiss (Mitte) präsentiert die jungen Neuzugänge (v.l.) Klara Schlegel, Paulina Harder, Zerin Özcelik, Katharina Hufschmidt, Hannah Kamp und Ida Evjen.
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Gut gebrüllt: Kirchhofs Trainer Gernot Weiss (Mitte) präsentiert die jungen Neuzugänge (v.l.) Klara Schlegel, Paulina Harder, Zerin Özcelik, Katharina Hufschmidt, Hannah Kamp und Ida Evjen.

In einer Woche geht"s wieder rund. Dann startet die 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Und damit auch die SG 09 Kirchhof, die ihrem Kader eine Frischzellenkur verpasst hat.

Kirchhof – Nur sieben Spielerinnen sind geblieben, sechs Neue kamen hinzu. Rückraumtalent Emilia Prauss komplettiert als Nummer 14 aus den eigenen Reihen das Zweitliga-Aufgebot. Macht in Summe einen Altersschnitt von 21,93 Jahren. Am Sonntag beträgt er exakt 22, wenn Nela Zuzic ihren 25. Geburtstag feiert. Älter sind lediglich Kapitänin Diana Sabljak (28) und die litauische Nationalspielerin Greta Kavaliauskaite (27).

„Der Klassenerhalt wird schwierig. Aber wenn wir den schaffen, hat Kirchhof eine sehr gute Perspektive“, betont SG-Coach Gernot Weiss. Keine Spur also von Druck oder Träumereien, sondern allein Vorfreude, sich als ein besonderes Team beweisen zu wollen. „Wir sind bestimmt die kleinste Mannschaft der Liga“, sagt Jana Schaffrick, die mit ihren 1,69 m als Kreisläuferin fast schon zu den „Großen“ zählt. Die neuen Außen Hannah Kamp (1,68 m), Zerin Özcelik (1,63 m) und Katharina Hufschmidt, die ebenso wie Spielmacherin Mariel Beugels nur 1,60 m misst, senken den Schnitt weiterhin.

Tempogegenstoß kann zur Stärke werden

Genau hier sieht Schaffrick, die neue Vize-Kapitänin, eine Chance: „Wir harmonieren als Team schon sehr gut und sind schnell auf den Beinen. Über den Gegenstoß geht jetzt einiges“, sagt die 21-Jährige. Wohlwissend, dass Torfrau Zuzic nicht nur so athletisch wie nie daherkommt, sondern eben auch die millimetergenauen Pässe drauf hat, die Kirchhofs Wirbelwinde zu einfachen Toren veredeln können.

Eine Stärke, die beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier zu erkennen war. Danach klappte aus Trainer-Sicht aber nicht mehr so viel. „Es hat sich etwas Zufriedenheit eingeschlichen. Die unbedingte Bereitschaft, der letzte Wille, fehlen uns noch“, merkt Weiss kritisch an. Durchaus dankbar für eine insgesamt gelungene Vorbereitung mit einem guten Fitnesszustand seines Kaders. Aber dem Makel, dass Testspiele gegen unterklassige Mannschaften unmöglich waren. Also keine Kantersiege fürs Selbstvertrauen.

Konkurrenzkampf tut gut

„Ein paar Siege würden uns guttun, weil unserer jungen Mannschaft Erfahrung fehlt. Genügend Potenzial ist vorhanden, jedoch müssen jetzt auf der Platte aus guten Mädels starke Frauen werden“, betont Weiss. Jana Schaffrick nimmt den Ball gerne auf und freut sich über den Konkurrenzkampf. Darüber, dass sie nicht mehr allein am Kreis schuftet, sondern von Paulina Harder unterstützt und gefordert wird. „Wir fiebern dem Start entgegen und wollen uns zerreißen. Ich habe keinen Bock mehr auf Abstiegskampf“, erklärt die Senkrechterstarterin der letzten Saison, an der sich die Neuen orientieren können. (Sebastian Schmidt)

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