Efze 04 abgeschlagen

SG Neuental/Jesberg auf dem Sprung in die Fußball-Gruppenliga

Zum mit der Zunge schnalzen: Steffen Schmitt, der hier gegen den TSV Schwarzenborn trifft, und die SG Neuental/Jesberg sind auf dem besten Weg zurück in die Gruppenliga. 
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Zum mit der Zunge schnalzen: Steffen Schmitt, der hier gegen den TSV Schwarzenborn trifft, und die SG Neuental/Jesberg sind auf dem besten Weg zurück in die Gruppenliga. 

Mehr als die Hälfte aller Spiele sind in der Fußball-Kreisoberliga absolviert. Mit der SG Neuental/Jesberg als souveränem Tabellenführer und der FSG Efze 04 sind erste Tendenzen erkennbar.

Da die SG Bad Zwesten/Urfftal ihre Mannschaft vor dem Start zurückzog, steht der erste Absteiger fest, ehe die Winterpause am 8. März endet.

Aufstiegsanwärter

Von ganz oben grüßen Neuental/Jesberg, die SG Immichenhain/Ottrau, also die beiden Favoriten im Vorfeld, und auch der Drittplatzierte TSV Wabern II. Die Gruppenliga-Reserve geht als letztjähriger Sechster als positive Überraschung durch. Dahinter lauert die SG Neukirchen/Röllshausen, wo dem neuen Trainer Sergej Schlese der Umbruch gelungen ist. Auch der formstarke 1. FC Schwalmstadt II, Vizemeister TSV Schwarzenborn und Neuling Spvgg. Zella/Loshausen spielen eine gute Rolle.

Enttäuschungen

Die FSG Efze 04 hat einen beispiellosen Absturz hinter sich. Denn seit dem Aufstieg 2016 trat das Team solide im Mittelfeld oder besser auf. Jetzt kann die Elf um den neuen Spielertrainer Marco Bielert nur noch ein sportliches Wunder retten. Davor befinden sich Aufsteiger SG Schwarzenberg/Röhrenfurth, der personell arg gebeutelte Melsunger FV II und die SG Antrefftal/Wasenberg im besonders bedrohten Bereich.

Heim- und Auswärts

In der Heimtabelle steht Neuental/Jesberg an der Spitze. Das Team von SG-Trainer André Husse gewann alle zehn Begegnungen. Ein unangenehmes Auswärtsspiel verbanden Viele lange mit einem Besuch bei der SG Antrefftal/Wasenberg. In dieser Saison wurde die Fahrt nach Merzhausen oder Wasenberg zum beliebten Ziel, weil die SG nur fünf Zähler sammelte und lediglich sechs Mal traf. Schlechter ist nur Efze mit drei Zählern. In der Fremde überzeugte Wabern II mit 22 Punkten vor Neukirchen (16).

Tore

Insgesamt fielen in 116 Begegnungen 480 Treffer, was einen Schnitt von 4,1 ergibt. Dafür sind hauptsächlich Schwarzenborn (60 erzielte Treffer) sowie Neuental/Jesberg (50) und Immichenhain/Ottrau (41) verantwortlich. Ebenfalls in die Höhe getrieben hat Efze den Schnitt, weil die FSG-Torhüter in 14 Partien die Kugel gleich 49 Mal aus dem Netz holen mussten. Aber nur knapp vor Schwarzenborn (48). Dessen Ausnahmestürmer Joshua Piel hat bereits 20 Treffer auf seinem Konto. Dahinter folgen Jonas Brandner (13, Immichenhain/Ottrau) und Zella/Loshausens Patrick Friedrich (12).

Trainerwechsel

Bereits drei Vereine haben den Übungsleiter getauscht. Den Anfang machte Efze 04 mit der Trennung in beiderseitigen Einvernehmen von Stefan Herpe am 14. Spieltag. Unmittelbar danach folgte der kuriose Rauswurf von Marco Schwab bei der SG Ohetal/Frielendorf – weil er für Schwalmstadt II spielte (sein Pass liegt dort wegen der Alten Herren) und sich im Vorfeld nicht mit der SG abgestimmt hatte. Dennis Frede übernahm. Um Auflösung der bestehenden Verträge baten beim TSV Spangenberg Tobias Scherbaum und Daniel Kraus. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers fungiert Spielführer Philipp Ruppert als Interimslösung.

Kurioses

Sage und schreibe acht Aluminiumtreffer gab es am ersten Spieltag zwischen der SG Neukirchen/Röllshausen (5) und dem TSV Obermelsungen (3). Die SG siegte mit 2:0. Vom Elfmeterpunkt aus wurden derweil 36 Treffer erzielt. Schwarzenborn (7 verwandelte Strafstöße) und der MFV 08 II (6) zeigten sich am treffsichersten. Hingegen wurden zehn Strafstöße verschossen. Allein Neukirchen/Röllshausen scheiterte fünfmal.

Namen und Zahlen

In 116 Partien setzten die 15 Teams 390 Spieler ein. Mit 34 Akteuren stellte Melsungen II den größten Kader, wohingegen Neuling SG Uttershausen/Lendorf lediglich 17 Spieler einsetzte. Insgesamt nur drei Akteure standen die vollen 1350 Spielminuten auf dem Feld, Marcel Dörrbecker und Florian Grebing (Neuental) und Jannik Bickel (Spangenberg). Kunterbunt ging es in den Spielen mit Beteiligung Zella/Loshausens zu. Mit 37 Gelben Kartons, drei Gelb-Roten und einer Roten Karte sind die Spieler des Neulings die größten Sünder. Neuental wurde lediglich 18 Mal verwarnt. Die schnellste Ampelkarte sah Neukirchens Marc Schlese in Spangenberg nach nur 29 Minuten.

Von Bernd Krommes

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