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Sieger Kirchhof hadert - Verlierer Böddiger hält lange mit

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Von: Marcel Glaser

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Beste Flugnoten: Kirchhofs Marie Sauerwald (r.) lässt Sina Dieling (Böddiger) stehen und erzielt einen ihrer sechs Treffer zum 39:32-Sieg im Oberliga-Derby.
Beste Flugnoten: Kirchhofs Marie Sauerwald (r.) lässt Sina Dieling (Böddiger) stehen und erzielt einen ihrer sechs Treffer zum 39:32-Sieg im Oberliga-Derby. © Richard Kasiewicz

Am Schluss wurde es dann doch noch deutlich. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf setzte Kirchhofs Ida Evjen den Schlussstrich unter einen hart umkämpften 39:32 (20:16)-Derbyerfolg in der Handball-Oberliga gegen Tabellenschlusslicht Eintracht Böddiger. Und doch haderte die Drittliga-Reserve mit ihrer Leistung, während sich die Edertalerinnen respektabel schlugen.

Melsungen - „Wir haben gekämpft und alles gegeben. Leider ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen“, sagte TSV-Trainerin Rocsana Negovan. Dabei es sah es anfangs noch so aus, als würde der Eintracht eine Demontage drohen. In der Offensive fehlte das Selbstvertrauen und die TSV-Deckung ließ den SG-Handballerinnen zuviel Freiraum. Den Kirchhof konsequent nutzte, um schnell auf 7:2 (7.) davonzuziehen. Erst nach einer Auszeit fing sich die Eintracht. Angetrieben von der treffsicheren Anne Kühlborn und der starken Spielmacherin Filiz Eren kämpfte sich Böddiger Tor um Tor heran - und war beim 13:15 (23.) wieder dran. „Wir haben in der Deckung viel zu passiv gestanden“, ärgerte sich Kirchhofs Coach Martin Denk.

Unzulänglichkeiten, die allerdings auch der Neuorganisation seiner Abwehr geschuldet waren, wo Paulina Harder als Ersatz für Agustina Jaen Loro (Knieverletzung) mit Ida Evjen den neuen Mittelblock bildete. Außerdem leistete sich die Denk-Sieben in der Offensive zu viele technische Fehler und schwache Abschlüsse. Nur dank Kreisläuferin Paulina Harder und Dauerbrennerin Katharina Koltschenko reichte es für die Gastgeberinnen zu einer Vier-Tore-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff steigerte sich die Drittliga-Reserve. Marie Sauerwald, die diesmal als Spielmacherin ran musste, erhöhte auf 24:18 (37.). Doch auch diesen Vorsprung konnte die SG nicht verteidigen, weil sie in der Abwehr zahlreiche Defizite offenbarte und auch die beiden Torhüterinnen Lisa-Marie Rehbein und Sophia Ritter nicht ihren besten Tag erwischten. So verkürzte trotz doppelter Unterzahl Linksaußen Lena König für die Eintracht auf 25:27 (45.).

Hätten sich die Edertalerinnen in der Offensive konsequenter präsentiert, wäre es für die SG wohl noch enger geworden. So fiel die Entscheidung, als Kirchhof dank eines 5:1-Laufs auf 32:27 (50.) davonzog, wobei sich Sauerwald und Harder als Torschützinnen auszeichnen konnten. Dem hatte das Tabellenschlusslicht nun nichts mehr entgegenzusetzen.

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