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Souverän Meister: TSV Wabern spielt seine historisch beste Saison in der Gruppenliga

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Von: Sebastian Schmidt

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Sie kommen, um zu bleiben: Der TSV Wabern als souveräner Meister der Fußball-Gruppenliga und Aufsteiger in die Verbandsliga mit (vordere Reihe v. l.) Betreuer Jörg Schmeer, Johannes Kördel, Martin Mühlberger, Andreas Schluckebier, Florian Korell, Islam Elgaz, Max Korell, Jan Luca Schmeer, Jakob Splietorp, Dennis Neumann, Fabian Korell, (hintere Reihe v.l. ) Betreuer Harald Korell, Marius Rohde, Danny Overkamp, Spielertrainer Patrick Herpe, Jannis Dittmar, Fabian Hoffmann, Adrian Heerdt, Luca Wendel, Florian Amert, Lennart Klinge, Niklas Müller, Christoph Bergmann, Sebastian Löcke, Physio Florian Hoßbach, Gavin Grünhäuser und Trainer Mario Völker.
Sie kommen, um zu bleiben: Der TSV Wabern als souveräner Meister der Fußball-Gruppenliga und Aufsteiger in die Verbandsliga mit (vordere Reihe v. l.) Betreuer Jörg Schmeer, Johannes Kördel, Martin Mühlberger, Andreas Schluckebier, Florian Korell, Islam Elgaz, Max Korell, Jan Luca Schmeer, Jakob Splietorp, Dennis Neumann, Fabian Korell, (hintere Reihe v.l. ) Betreuer Harald Korell, Marius Rohde, Danny Overkamp, Spielertrainer Patrick Herpe, Jannis Dittmar, Fabian Hoffmann, Adrian Heerdt, Luca Wendel, Florian Amert, Lennart Klinge, Niklas Müller, Christoph Bergmann, Sebastian Löcke, Physio Florian Hoßbach, Gavin Grünhäuser und Trainer Mario Völker. © Artur Schöneburg

Einfach „nur“ aufzusteigen war ihnen wohl zu wenig. Nach zehn Jahren in der Spitzengruppe der Fußball-Gruppenliga, in denen sie am Ende stets zwischen dem zweiten und sechsten Platz landeten. Und nun mit dem GSV Eintracht Baunatal um einen Gegner wussten, der bis Jahresbeginn der Top-Favorit war. Doch dann legte der TSV Wabern eine Konstanz an den Tag, die schlichtweg historisch ist.

Wabern – Seit nunmehr 26 Spielen sind die Reiherwälder ungeschlagen. Macht allein 37 Punkte bei 46:6-Toren in der Rückrunde. Zum Vergleich: Baunatal (16), der TSV Mengsberg als bis zur Winterpause zweite heimische Kraft (13) und der FC Körle als Absteiger aus der Verbandsliga (8) kommen zusammen ebenfalls auf 37 Zähler. Möglich also, dass Wabern in dieser Spielzeit einen Rekord in beiden Kasseler Gruppenligen für die Ewigkeit aufstellt. Bislang sind hier der KSV Hessen Kassel II (2006/07, 84 Punkte, 146:35), Eintracht Baunatal (2015/16, 84, 120:34), die TSG Sandershausen (2017/18, 82, 122:27) und der SC Willingen (10/11, 81, 86:22) top. Auf 87 Zähler kann Wabern noch kommen.

„Eine kleine Liebesbeziehung“

Doch wie haben das zwei Übungsleiter ohne Lizenz gemacht? „Es ist schon eine kleine Liebesbeziehung“, erklären Trainer Mario Völker und Spielertrainer Patrick Herpe schmunzelnd. Mit klarer Aufgabenteilung. Hier der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler Herpe, der für fordernde Trainingsinhalte sorgt und vor Ehrgeiz nur so brennt. Dort der Teamplayer Völker, der als Ruhepol seinen jüngeren Kollegen und die Mannschaft erdet. Beide mit Waberner Vergangenheit als Jugendspieler an der Seite des heutigen Top-Torjägers Fabian Korell (Herpe) und Verteidiger bei den Senioren im Team mit aktuellen Führungsspielern wie Kapitän Florian Korell, Florian Amert und Andreas Schluckebier (Völker).

Beinahe mantraartig predigte Völker seinen vielen hochveranlagten Schützlingen: „Keiner darf sich zu wichtig nehmen und muss sein Ego hinten anstellen. Inzwischen gönnt jeder jedem alles.“ 20 Akteure tummeln sich im Kader. 20 Mann, die vollstes Vertrauen genießen. So sehr, dass sich Herpe auch mal selbst auf die Bank setzt. Immer mit dem Fokus auf die, die da sind: „Jammern gibt es bei uns nicht, wenn mal einer fehlt.“

Überragende Abwehr vor Torwart Elgaz

Einen Vorgeschmack in Improvisation gab"s bereits vor der Saison. Da meldete sich Torwart Benedikt Saul 14 Tage vor dem Start ab. Aus der Not machten sie am Reiherwald eine Tugend. Holten Islam Elgaz, der sich als herausragender Rückhalt mit deutlich verbesserter Strafraumbeherrschung entpuppte. Die Defensive um Florian Amert und Luca Wendel als neues Prunkstück. Daneben als Wiederentdeckung Christoph Bergmann, der auf Links stark wie nie verteidigte. Um die Räume abzusichern, aus denen Fabian Korell bereits 30 Tore erzielen konnte.

Einträchtig auf jeweils 14 Tore und 12 Assists kommen der erstarkte Martin Mühlberger, der mehr in die Halbräume als auf den Flügel zieht, und Stoßstürmer Herpe. Gefolgt von dessen Cousin Marius Rohde (9/11). Noch so eine Herzensangelegenheit. Kein Wunder bei einem über Jahre gewachsenen Team, das historisch souverän sein Meisterstück gemacht hat. Und in die Verbandsliga geht, um zu bleiben. (Sebastian Schmidt)

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