Fußball-Gruppenliga: Mit Spaß an die Spitze

Mengsberg geht unbekümmert in schweres Restprogramm

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Auf Aufstiegskurs: Trainer Mario Selzer setzt auf die Begeisterungsfähigkeit seines Teams.

Mengsberg. Was für ein rasanter Krimi! Und was für eine verheißungsvolle Rückkehr an die Tabellenspitze der Fußball-Gruppenliga! Keine Frage, beim TSV Mengsberg hängt der Himmel nach dem spektakulären 5:3-Erfolg im Gipfeltreffen gegen den TSV Korbach voller Geigen.

Denn: Zwei Spieltage vor Schluss hat es die Elf vom Engelhain auf einmal selbst in der Hand, den direkten Aufstieg in die Verbandsliga Nord perfekt zu machen. Punktgleich mit dem TSV spricht der direkte Vergleich (0:0, 5:3) für den TSV.

„Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt TSV-Vorstandsmitglied Gerhard Kubitschko. Mit einem verschmitzten Lächeln, das eine der ganz großen Stärken der Mannschaft wieder spiegelt: ihre Unbekümmertheit. Oder wie Trainer Selzer immer wieder beteuert: „Wir haben keinen Druck.“

Den hatten die Spieler auch nach einem kapitalen Fehlstart aus der Winterpause (mit drei Niederlagen) nicht. Berappelten sich trotzdem oder gerade deswegen. Ließen eine beachtliche Erfolgsserie folgen und krönten diese nach dem sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen mit der Übernahme der Tabellenführung.

Wie war das möglich? „Wir haben einfach weiter gemacht“, erklärt Mario Selzer, wozu der Mannschaft auch „ein extrem guter Zusammenhalt“ verhalf. Und eine intensive Vorbereitung: „Meine Spieler sind fit und können gegen Ende eines Spiels immer nochmal zulegen.“ Wie gegen Korbach, als auf der Zielgeraden aus einem 3:3 noch ein 5:3 wurde.

Ist richtig durchgestartet: TSV-Stürmer Maximilian Sack (Nummer 17), hier im Zweikampf mit dem Homberger Alexander Depperschmidt (vorn).

So viele Gegentore wie noch nie hat die beste Abwehr der Liga um das starke Innenverteidiger-Duo Wesner/Rama dabei kassiert – und trotzdem gewonnen. Weil vorn auf die jungen Stürmer Verlass war. Der erst 17-jährige Sebastian Keller gab nach seiner Einwechslung die Vorlage zur Entscheidung durch Lukas Berneburg, zuvor hatten der 19-jährige Maxi Sack sein 13. und der 21-jährige Dennis Dorfschäfer sein 12. Saisontor erzielt.

Auf derlei jugendlichen Offensivdrang setzt der TSV auch in den letzten Spielen, die, so wissen die Verantwortlichen, alles andere als ein Zuckerschlecken werden. Mengsberg muss in Körle und gegen Bad Wildungen ran und hat damit das wesentlich schwierigere Restprogramm als Verfolger Korbach (gegen Neuental/Jesberg, in Volkmarsen. Dazu kommt zwischendurch noch das Kreispokal-Finale gegen den 1. FC Schwalmstadt. „Eine zusätzliche Belastung, die aber auch zusätzliche Motivation frei machen kann“, sieht Gerhard Kubitschko darin nicht unbedingt einen Nachteil.

Der TSV-Coach auch nicht. „Das werden drei schöne Spiele, die sicherlich viel Spaß machen“, meint der Übungsleiter, im vierten Jahr am Engelhain. Voller Zuversicht, denn er weiß, dass seine Mannschaft richtig zaubern kann, wenn sie Spaß hat.

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