Oberliga: Aufsteiger MT II hat nach Aufstieg noch Verstärkungsbedarf – Derby lockt

Sperl: Mischung hat gestimmt

Einer der Gewinner: Jannis Kothe (am Ball) wurde mit der A-Jugend Hessenmeister und der MT II Oberliga-Meister. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Die Landesliga-Handballer der MT Melsungen II haben den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Wir erklären die Auswirkungen auf den Verein und die Mannschaft.

Bedeutung des Aufstiegs

„Der Aufstieg ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum HBL-Jugendzertifikat“, erklärte MT-Jugendkoordinator Renner. Und: „Noch wichtiger ist, dass wir bei der Entwicklung einer Reserve, die in Zukunft ein Sprungbrett für die erste Mannschaft sein kann, weiter gekommen sind.“ Melsungens Trainer Sperl sieht im Erreichen des Aufstiegs vor allem das Resultat der inzwischen angelaufenen Jugendarbeit des Vereins: „Dies war die erste A-Jugend, aus der richtig gute Jungs rauskamen. Das wir jetzt gleich aufgestiegen sind, zeigt die Qualität unserer Jugendarbeit.“ Hier sind insbesondere Jannis und Merlin Kothe, Mark Petersen sowie Spielmacher Janik Lanatowitz hervorzuheben.

Was sich ändert

Mit Cornelius Feuring, Maurice Paske und Eugen Gisbrecht stehen drei Neuzugänge fest. Verlassen werden das Team Torhüter Stefan Gröning, Spielmacher Marcel Dietrich und Linksaußen Jonas Pitz sowie Florian Brüne. Während der Saison wechselte bereits Linkshänder Jan-Hendrik Otto zum Ligakonkurrenten TSV Ost-Mosheim. Gut möglich, dass Gröning, Dietrich und Pitz in Zukunft für die dritte Mannschaft der Bartenwetzer auflaufen werden. „Wir sind im Moment dabei, eine Dritte Mannschaft aufzubauen“, sagt Andre Sperl. Das Team soll sich aus einigen A-Jugendlichen und erfahrenen Spielern zusammensetzen.

„Wir werden das Trainerteam verstärken“, kündigt Axel Renner an. Dreimal trainiert die Bundesliga-Reserve pro Woche, was sich wegen des Jugend-Zertifikates auf vier Einheiten steigern muss.

Was sich Ändern muss

Der Verein baut zwei A-Jugendteams auf, von denen das eine aktuell um die Jugend-Bundesliga-Qualifikation kämpft. Eine Doppelbelastung der jungen Talente erachtet Renner auf Grund der großen Belastung als „nicht sinnvoll.“ Womit der Einsatz A-Jugendlicher in der Oberliga nicht ausgeschlossen ist: „Wir werden schauen, wo die jungen Spieler vom Leistungsniveau am besten hinpassen. Unser Konzept ist durchlässig.“

MT-Coach Sperl sieht vor allem im spielerischen Bereich Steigerungsbedarf. „Der Jahrgang ist athletisch topfit, aber spielerisch nicht gut ausgebildet. Daran muss gearbeitet werden, ebenso wie an der Deckung,“ erklärt er. Zwei bis drei Neuzugänge sollten den Oberliga-Aufsteiger noch verstärken.

Rolle in der Oberliga

Die Fans dürfen sich darauf freuen, dass es nach langer Zeit endlich wieder ein Derby gegen den Lokalrivalen ESG Gensungen/Felsberg gibt. Dabei gibt Andre Sperl zu bedenken, „dass die Oberliga ein anderer Anspruch als die Landesliga ist.“ Dafür hoffen die Bartenwetzer wie in dieser Saison auf die Unterstützung ihrer Zuschauer.

Die Rolle, die das junge Team spielen wird, ist schwer einzuschätzen. In dieser Saison hat sich die Mannschaft durch ihren Zusammenhalt ausgezeichnet. „Wir sind zusammengewachsen. Die Mischung mit den älteren Spielern und den Jungen hat gestimmt“, sagt der langjährige Zweitliga-Linksaußen, „Ziel des Vereins kann es nur sein, das Team weiter zu verstärken und auf die Jugend zu setzen.“

Von Marcel Glaser

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