Tischtennis-Oberliga: Besse überrascht im Nordhessen-Derby und enttäuscht in Biebrich

Mit Superleistung zum 8:8 im Nordhessen-Derby

Voll engagiert an der Platte: Besses Youngster Florian Bierwirth, der mit Mateusz Kaszuba ein tolles Doppeldebüt feierte.

Besse. Zwei Gesichter, die dem TSV Besse in der Tischtennis-Oberliga den Klassenerhalt kosten könnten: Nach dem glanzvollen 8:8 gegen Stadtallendorf gingen die Edermünder beim mitgefährdeten TTC Biebrich mit 2:9 unter.

Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und ließ immerhin noch einen Punkt in der Besser Mehrzweckhalle. Eine „Superleistung“ attestierte Besses Teammanager Manfred Pfaff seine Mannschaft beim Remis gegen den TTV Stadtallendorf, während Peter Beck, die Nummer fünf der Edermünder, ein Haar in der Suppe fand: „Schade, da war für uns sogar noch mehr drin.“

Wenn denn der Routinier in seinem letzten Einzel gegen Slawomir Karwatka bei einer 8:6-Führung des TSV für die ganz große Überraschung gesorgt hätte. Aber mit Pech - ein Kantenball bei eigenem Satzball im vierten Durchgang - und aufgrund eines enormen Kräfteverschleißes unterlag er mit 1:3. Schließlich war es Becks elftes Spiel in zwei Tagen, nachdem er tags zuvor Vize-Hessenmeister im Einzel und Hessenmeister im Mixed geworden war.

Nur gut, dass zuvor Stas Blumhardt gegen Carsten Zulauf, den auch Peter Beck geschlagen hatte (3:2), die Nerven behalten hatte, drei Matchbälle abwehrte und noch mit 3:2 auf die Siegerstraße einbog. „Wie ich das hinbekommen habe, weiß ich auch nicht. Schließlich bin ich fast ständig einem Rückstand hinterher gelaufen“, kommentierte er diesen Kraftakt bei seinem Saisondebüt. Und rechtfertigte damit den taktischen Schachzug, für Sebastian Pfaff im Einzel die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

Auch der andere bei der durchaus gewagten Doppelaufstellung ging auf. Denn Wasik/Pfaff (3:2 gegen Tomaniec/Zulauf) und Kaszuba/Bierwirth (3:2 gegen Kuternozinski/Karwatka) sorgten für eine 2:1-Führung nach den Eingangsdoppeln. Dabei hatten Mateusz Kaszuba und Florian Bierwirth zum ersten Mal überhaupt miteinander gespielt - und glänzend harmoniert. Einen Coup, den der Pole noch mit einem 3:2 (5:11, 4:11, 11:8, 11:9, 11:8)-Erfolg gegen seinen so starken Landsmann Michal Kuternozinski abrundete. „Mein Vorhand-Topspin war der Schlüssel zum Sieg“, freute er sich.

Da sowohl Michal Baron wie auch Petr Wasik Stadtallendorfs Nummer zwei, Jiri Tomaniec, im Griff hatten, war bis zum 8:6 alles im Lot. Das abschließende Doppel für Moritz/Grohmann (3:0 gegen Wasik/Pfaff) allerdings nur Formsache, so dass der Favorit mit einem blauen Auge davon kam. Und Peter Beck mit seinem Schicksal haderte.

Von Ralf Ohm und Reinhold Döring

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