Hahn als Entdeckung der Vorbereitung

SV Germania Fritzlar steigt mit reichlich Premieren gegen Hannover ein

In Abwehr und Angriff gefordert: Fritzlars Rückraumspielerin Maria Kiwa.
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In Abwehr und Angriff gefordert: Fritzlars Rückraumspielerin Maria Kiwa.

Darauf haben sie 18 Monate warten müssen: Am Samstag (16 Uhr, KHS-Sporthalle) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar wieder ein Heimspiel in der 3. Liga. Gegner ist mit dem Hannoverschen SC ein Aufsteiger von 2020.

Fritzlar – Ein neuer Gegner also. Davon gibt es in der Staffel C für Fritzlar einige. „Daher schauen wir mehr auf uns. In Hessen kannte ich bei den anderen Mannschaften jede Schuhgröße, jetzt gibt es wesentlich mehr Unbekannte“, erklärt Lucky Cojocar. Der SVG-Coach kann personell bis auf Laura Israel (Schulter-OP) aus dem Vollen schöpfen.

Vier Neuzugänge können sich erstmals zeigen. Wobei eine der beiden Jüngsten besonders Eindruck schindet. Die erst 16-Jährige Melina Hahn ist für Cojocar die Entdeckung der Vorbereitung. „Melina hat ein starkes Eins-gegen-Eins. Sie ist sehr schnell auf den Beinen und bringt ein gutes Stellungsspiel mit“, lobt der Handball-Lehrer. Neben dem Rückraum könnte Hahn auch am Kreis wirbeln und Hannah Puntschuh dort entlasten.

Erstes Spiel für Lisa-Marie Merck

Mit Spannung wird zudem die Premiere von Lisa-Marie Merck erwartet. Die Erstliga erprobte Linkshänderin präsentiert sich fleißig und hat sich schnell eingelebt. Cojocar erhofft sich von der 31-Jährigen mehr Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Zudem soll Merck mit ihrem Spielwitz vermehrt den Kreis bedienen und Hannah Berk in Position bringen, die auf Rechtsaußen erste Wahl ist.

Besonders formstark zeigt sich deren Pendant, Lena Dietrich. Dahinter kämpft sich Anna Holeczy nach einer Erkrankung zurück. Während der Angriff bereits früher variabel angelegt war, hat die Germania nun auch mehrere Abwehrsysteme drauf. Neuer Fixpunkt im Mittelblock ist Maria Kiwa. Bei der offensiven Variante käme es vor allem auf die schnellen Talente Berk und Hahn an.

Hannover spielt schnell und hat breiten Kader

Auch der Gegner aus Niedersachsen pflegt einen schnellen Handball. Und verfügt zudem über einen großen Kader. 19 Spielerinnen – darunter drei Torfrauen und mit Zweitspielrecht die beiden A-Jugendlichen Pia Bode und Theresa Gimmel vom TuS Bothfeld – hat Trainer Thomas Löw auf der Liste. 16 davon zählen am Samstag zum Aufgebot. Allein Roxana Löw, die Tochter des Trainers, fehlt – weil sie kürzlich Mutter wurde.

„Die Qualität auch in der Breite ist gut. Daher können wir in der Deckung flexibel agieren und uns den Gegnern bestens anpassen“, freut sich der 62-Jährige. Löw ist bereits seit fünf Jahren in Hannover tätig. Vor der Saison bekam er mit den Rückraumkräften Maike Rombach (HSG Plesse-Hardenberg), Nele Biester und Celina Männich, Kreisläuferin Paula Abel sowie Außen Lena Körner (alle MTV Rohrsen) reichlich Verstärkung.

Ehrungen und Verabschiedungen nach dem Spiel

Nach dem Spiel werden die 1. und 2. Mannschaft der Germania von Bürgermeister Hartmut Spogat nach der Partie für Meisterschaft (3. Liga) bzw. Aufstieg (Oberliga) geehrt. Zudem werden mit Torfrau Vanessa Maier, Bibiana Huck, Lorena Lorenz, Melina Horn, Janina Dreyer und Esther Lieber verdiente Spielerinnen verabschiedet. (Sebastian Schmidt)

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