Nepolsky macht die 40 voll

SV Germania Fritzlar stürmt nach 40:31 zurück an die Tabellenspitze

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Im Anflug: Bibiana Huck (rechts) setzt sich gegen Klara Schlegel durch. 

Schon klar. Auch 39 Tore hätten für zwei Punkte gereicht. Aber bei einem Offensivfestival wie diesem, ist es die Krönung, wenn noch der 40. Treffer fällt. Den erzielte – und das passt zum homogenen Auftritt des SV Germania Fritzlar – aus gerechnet die Akteurin mit den geringsten Spielanteilen.

Zwölf Sekunden vor Schluss hämmerte Kathleen Nepolsky den Ball in den Winkel und sicherte damit ihrem Team den 40:31 (18:15)-Sieg gegen den Thüringer HC II, mit dem Fritzlars Handballerinnen an die Tabellenspitze der 3. Liga Ost zurückgekehrt sind.

40:31. Aus dem Ergebnis geht deutlich hervor, was hervorragend war und wo der Schuh drückte. Lucky Cojocar nahm es mit Humor und analysierte: „Das war wie Biathlon. Laufen und Schießen.“. Was es beim Biathlon nicht gibt, ist Verteidigen, und so konzentrierten sich beide Mannschaften auf Laufen und Schießen.

Zum Ärger von Vanessa Maier. „Das war eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte die Torhüterin, die mit einer sehr guten Quote (12 Paraden bei 25 Gegentoren) einen großen Anteil am klaren Sieg ihres Teams hatte.

Ihrem Trainer aber konnte die mangelnde Gegenwehr bei den Erfurter Angriffen die gute Laune nicht verderben. „Bei 40 Treffern fange ich doch nicht an, nach einem Haar in der Suppe zu suchen“, sagte Cojocar.

Dreyer am treffsichersten

Gut drauf war auch Janina Dreyer, die mit neun Treffern die erfolgreichste Fritzlarer Werferin war. „Ich habe von unserem variablen Angriffsspiel profitiert und mich außergewöhnlich treffsicher gefühlt, sagte die Rückraumspielerin, die in der zweiten Halbzeit von links auf rechts wechselte und damit die Position mit Maria Kiwa tauschte, was für eine zusätzliche Verwirrung in der Thüringer Abwehr sorgte.

Zwar hebt Cojocar die Homogenität seines Teams hervor, aber neben Maier, Dreyer und Kiwa sind noch Esther Lieber und Bibiana Huck hervorzuheben. Lieber war die Spielerin mit den überraschenden Würfen, während Huck für die spektakulären Momente sorgte.

Angesichts des klaren Resultats ist es verwunderlich, dass es bis zur 15. Minute dauerte, ehe Lena Dietrich mit dem Treffer zum 7:6 erstmals für eine Fritzlarer Führung sorgte. Und als Bibiana Huck den Vorsprung beim 18:14 auf vier Tore ausbaute, war schon fast Halbzeit.

Kurz danach war beim 21:15 durch Maria Kiwa allerdings schon die Vorentscheidung gefallen, ehe es über 28:21 und 31:23 zum Endstand von 40:31 kam. Schließlich hatte Cojocar doch noch ein Haar in der Suppe gefunden. „Die Abwehr war zu passiv, wir haben oft viel zu spät attackiert“, sagte der Trainer trotz seiner guten Laune.

Fritzlar: Maier 1 - 49./12 Paraden/25 Gegentore, Gürbig 49. - 60./4/6 - Dietrich 3, Huck 8/1, Lorenz 2, Albus 1, Nepolsky 1, Lieber 8/2, Dreyer 9, Kiwa 5, Krüger 3

Thüringen: Vesper 1. - 36./53. - 60./5/28, Köster 36. - 53/5/12 - Breitbarth 2/1, Karl 5, Huhnstock 7, Hagedorn 7/1, Schwanethal, Bessert, Schlegel 8, Thorn 2

SR:Magalowski/Schwieger

Z:150

Siebenmeter:4/1:2/1

Zeitstrafen: 6:2-Minuten

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