A-Jugend-Bundesliga:

Talente der MT Melsungen beim 37:21 gegen Magdeburg der Perfektion ganz nahe

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Hinein ins Vergnügen: Melsungens Rechtsaußen Julian Fuchs (am Ball) guckt Magedeburgs Torwart Janik Patzwaldt aus und erzielt einen seiner zehn Treffer. 

Spektakuläre Paraden der Torhüter, viel Bewegung und höchste Konzentration in der Abwehr, hohes Tempo und nie versiegender Spielwitz im Angriff: Im Meisterrunden-Spiel der A-Jugend-Bundesliga gegen den SC Magdeburg waren die Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen der Perfektion ganz nahe.

Die Konsequenz: 238 Zuschauer durften in der Melsunger Stadtsporthalle einen in dieser Höhe sensationellen 37:21 (18:13)-Erfolg feiern. „Heute hatten wir zwei gute Torhüter“, sagte Björn Brede, und es gibt einige Zahlen, welche die Aussage des Trainers bestätigen. Moritz Goldmann, der in den ersten 30 Minuten im Kasten stand, bewegte sich mit sechs Paraden bei 13 Gegentoren noch im Rahmen der Normalität. 

Jannik Büde hält herausragend

Aber in der zweiten Halbzeit hatte Jannik Büde einen grandiosen Auftritt. Den acht Magdeburger Treffern standen zehn Großtaten des Ahnatalers gegenüber. Beeindruckend zudem: Zwischen der 31. und 48. Minute legte die mJSG - mit Büde als Rückhalt - einen 12:1-Lauf hin und machte aus dem 18:13-Halbzeitstand eine 30:14-Führung.

„Die Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg“, lobte Brede. Ole Pregler, Benjamin Fitozovic und deren Nebenspieler waren so aufmerksam, dass die Magdeburger Außen und Kreisläufer sich total abgemeldet fühlten. Nur Rückraum-Ass Justin Döbler (8 Tore) setzte sich einige Male vielversprechend in Szene.

Sahnetag von Julian Fuchs

„Wir waren alle heiß“, sagte Malvin Haeske. Mit drei Treffern in der Anfangsphase (insgesamt erzielte der Linkshänder sieben Tore) legte der Ex-Magdeburger den Grundstein für den Erfolg seiner neuen Mannschaft gegen den Klub, dem er vor seinem Wechsel nach Melsungen zehn Jahre angehört hatte. H

aeske, David Kuntscher, Ole Pregler, Paul Kompenhans: Sie alle waren aus dem Rückraum torgefährlich, aber vergaßen nie, die Außen einzusetzen. Von denen erwischte Julian Fuchs einen Sahnetag und feierte zehn wunderschöne Tore. Auf der anderen Seite stand ihm Ben Beekmann (4) wohl nur deshalb etwas nach, weil der Linksaußen die ersten 30 Minuten auf der Bank saß.

Das Fazit lassen wir Bernd Prauss ziehen. Als der Hallensprecher die Nachricht von der klaren Niederlage der deutschen Nationalmannschaft verkündete, konnte er sich einen Zusatz nicht verkneifen. „Es war die richtige Entscheidung, zu uns in die Stadtsporthalle zu kommen“, sagte Prauss. Viele andere Handballfans werden ihre Entscheidung für das EM-Spiel Deutschland gegen Spanien am Fernseher wohl bitter bereut haben.

mJSG:Goldmann (6 Paraden/13 Gegentore), Büde (10/8), Haeske 7, Dobriczikowski 1, Beekmann 4, Kompenhans 3, Pregler 3, Rietze, Fitozovic 2, Andrei 1, Hellemann, Fuchs 10/4, Kuntscher 5, Bardenheuer 1.

SCM:Behrendt (6/21), Patzwaldt (4/16) - Krömke 1, Haake 2, Liehr, Ruddat 1, Eberhard 2, Winter 1, Hein 3, Bahr 2, Möller 2, Roth, Döbler 8/2, Kloor.

SR: Janz/Sug (Köln) -Z:238.

Siebenmeter: 4/4:2/2.

Strafminuten:4:6-Minuten.

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