Teamvergleich vor Oberliga-Gipfel

Gensunger Trümpfe am Kreis und im Rückraum - bei Offenbach überragt Rechtsaußen Hoffmann

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Ein Gensunger Trumpf: ihre Durchschlagskraft im Rückraum. Hier strecken sich Offenbachs Nils Lenort (l.) und T. Cohen vergeblich gegen Franco Rossel (r.). 

Ein Spitzenspiel auf Augenhöhe erwartet Jens Dapper, Trainer des Oberligisten und Klassenkameraden HSG Pohlheim, beim Teamvergleich zwischen der TSG Offenbach-Bürgel und der ESG Gensungen/Felsberg.  Und traut den Edertalern in der Höhle des Löwen einen ganz knappen Sieg zu.

Er muss es einfach wissen. Jens Dapper hat mit der HSG Pohlheim sowohl gegen die ESG Gensungen/Felsberg wie auch schon gegen die TSG Offenbach-Bürgel gespielt. Die Ergebnisse (33:26 in Gensungen, 29:32 gegen Offenbach-Bürgel) sprechen vor dem Gipfeltreffen in der Handball Oberliga Hessen (So. 17.30 Uhr Sportfabrik Bürgel) für Gastgeber Offenbach-Bürgel, doch die Prognose des Trainers der Mittelhessen geht in eine andere Richtung. „Nuancen werden das Spiel entscheiden“, sagt der 53-Jährige. Seine Prognose: „Gensungen/Felsberg gewinnt mit einem Tor Vorsprung.“

Torwart

Mit Marvin Hoppenstaedt und Marc Lauterbach haben beide Teams eine klare Nummer eins. „Und beide haben in dieser Saison auch auf konstant hohem Niveau gehalten“, sagt Dapper.

ausgeglichen

Abwehr

Beide Kontrahenten attestiert Dapper eine „äußerst stabile 6:0-Deckung“. Allerdings hält er das Zusammenspiel mit dem Torwart bei Offenbach-Bürgel für „etwas besser“.

leichter Vorteil Offenbach

Rückraum

Aufgrund der „breiteren Bank“ schätzt Dapper die ESG-Aufbaureihe etwas stärker ein - vorausgesetzt, dass der angeschlagene Vince Schmidt spielen kann: „Gensungen ist auf jeder Rückraumposition doppelt besetzt und kann ohne Substanzverlust über 60 Minuten aus der zweiten Reihe Druck ausüben.“

Vorteil Gensungen

Außen

Mit demgesperrten Linksaußen Lars Kretschmann, der von Denis Zahn ersetzt wird, fehlt Offenbach laut Dapper „eine echte Waffe im Gegenstoß“. Im direkten Vergleich der Rechtsaußen (Christopher Hofmann gegen Jan Hendrik Otto) sieht er trotz der starken Saison, die der Gensunger spielt, den Südhessen im Vorteil. Der ist für ihn „der beste Rechtsaußen der Liga“. Ob das auf der linken Seite Benedikt Hütt kompensieren kann, ist aufgrund dessen Knieverletzung eher unwahrscheinlich.

leichter Vorteil Offenbach

Kreisläufer

Das Prädikat „bester Kreisläufer der Oberliga“ vergibt Dapper an Gensungens Christopher Koch, der zudem noch durch Maik Gerhold „fast gleichwertig“ ersetzt werden kann. Bei der TSG ist zudem der Einsatz von Lukas Kaiser fraglich.

klarer Vorteil Gensungen

Trainer

Ein Vergleich, der doch etwas hinkt. Während Arnd Kauffeld im sechsten Jahr bei der ESG im Amt ist, ist Sven Lenort - bis dahin noch ohne Trainererfahrung - für den zurückgetretenen Andreas Kalman eingesprungen. Und obwohl der 32-Jährige, mit dem die TSG bisher immerhin 8:2-Punkte holte, „offenbar eine gute Ansprache hat“, ist es für die Gäste „ein Vorteil“ (Dapper) in entscheidenden Spielsituationen, auf einen erfahrenen Coach bauen zu können.

Vorteil Gensungen

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