Tischtennis-Oberliga

Aufsteiger Besse präsentiert ein neues Spitzenpaarkreuz

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Besses künftige Nummer zwei: Viktor Bykau, der über viel internationale Erfahrung verfügt, wechselt von Oberliga-Vizemeister TSV Zella-Mehlis zum heimischen Oberliga-Aufsteiger.

Hausaufgaben erledigt, die Praxis-Prüfung kann kommen: Tischtennis-Oberligist TSV Besse kehrt nach Ablauf der Wechselfrist mit konkurrenzfähigem Aufgebot in die Oberliga Hessen zurück. Der Grund: zwei hochkarätige Neuzugänge, die das neue Spitzenpaarkreuz der Edermünder bilden werden.

Entsprechend zuversichtlich gibt Abteilungsleiter Andreas Otto die Marschrichtung vor: „Nach dem unerwarteten Aufstieg ist es unser großes Ziel, diesmal den Klassenerhalt in der Oberliga zu schaffen.“ Und damit nach stetigem Pendeln zwischen Hessen- und Oberliga das Etikett „Fahrstuhlmannschaft“ abstreifen. Mit der Pespektive, auch in der Saison 2021/22, in der dann mit Vierer- Teams gespielt wird, in der Oberliga präsent zu sein.

Als neue Nummer eins kommt Krzysztof Kaczmarek mit einem hohen QTTR-Wert von 2004 Punkten aus Polen. Der 48-jährige Breslauer, der am Tisch auf Grund seiner Größe über eine enorme Reichweite verfügt, setzt mit knallharten Vorhand-Topspins kompromisslos auf Angriff. Der Schulleiter spielte in den vergangenen Jahren bereits in Deutschland, zuletzt bei TTZ Sponeta Erfurt in der Oberliga-Mitte. Mit überzeugenden Bilanzen als Top-Akteur. So lieferte er in den Spielserien 2018/19 und 2019/20 mit 22:10 und 19:11-Siegen deutlich positive Einzel-Resultate. Zuvor war Kaczmarek beim TTC Beendorf mit 33:5-Bilanz sogar der beste Spieler der gesamten Oberliga. Bei den polnischen Meisterschaften wurde er viermal Dritter.

Mit Acht-Mann-Kader und Malinowski

Als Nummer zwei wird künftig Viktor Bykau aus Weißrussland beim TSV aufschlagen. Der 38-jährige Tischtennis-Trainer kommt aus Minsk, bringt als mehrfacher nationaler Meister viel internationale Erfahrung aus Engagements in Russland, Katar, Litauen und der Ukraine mit. In Deutschland spielte Bykau für Offenburg in der 2. Bundesliga und zuletzt beim Oberliga-Vizemeister TSV Zella-Mehlis. Wo er mit 9:8-Einzelbilanz positiv abschloss. Seine Stärken: Aufschläge und Vorhandangriff.

Damit können die Edermünder ihr bisheriges Top-Duo Sebastian Pfaff und den beim TSV noch ungeschlagenen Kazimierz Wiszowaty an den Positionen drei und vier aufbieten. Und besitzen im dritten Paarkreuz mit Mateusz Kaszuba, Peter Beck, Leon Wicke und Dirk Mayer Variationsmöglichkeiten.

Nicht mehr im Aufgebot steht Stas Blumhardt, der zu Eintracht Felsberg wechselt. „Er hatte schon im Vorjahr das Angebot an seinem Wohnort zu spielen und diesmal konnten wir ihn leider nicht mehr umstimmen“, bedauert Teamchef Manfred Pfaff den Verlust seines Jokers. Kacper Malinowski bleibt den Edermündern dagegen erhalten, möchte aber eine kleine Tischtennispause einlegen.

„Er steht im Notfall zur Verfügung“, betont Pfaff und hat damit zu seinem Achter-Stammkader noch eine starke Alternative in der Hinterhand. Damit sollte der TSV Besse in der Lage sein, sich personell gut auf die jeweiligen Kontrahenten einzustellen und in den für den Klassenverbleib wichtigen Partien in Bestbesetzung zu agieren. 

Von Reinhold Döring

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