Nur noch ein Punkt vor Abstiegsplatz

Totalausfall der MT Melsungen II beim 26:34 gegen die TSG Münster

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Mit harten Bandagen: Melsungens Merlin Kothe (in rot) wird hier von Münsters Max Panther gestoppt. 

Die Oberliga-Handballer der MT Melsungen II haben ihre achte Saisonniederlage kassiert. Das Team von Trainer Georgi Sviridenko unterlag Tabellennachbar TSG Münster mit 26:34 (9:16) und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Schon früh war klar, dass es in dieser Begegnung für die Nordhessen nichts zu holen gibt. Bereits nach acht Minuten rief Sviridenko seine Mannschaft zur Auszeit zusammen – da führte Münster bereits mit 5:1.

Vor allem in der Offensive agierte die MT mitunter desolat. „Wir haben im Angriff kaum Zweikämpfe gewonnen, aber zu viel gekreuzt und die Bälle verloren“, sagte Sviridenko. Die Gäste nutzten derlei Unzulänglichkeiten, um über den Gegenstoß zu einfachen Toren zu kommen. „Das war ein Totalausfall. Kaum jemand hat seine Leistung abgerufen“, haderte Spielmacher Jona Gruber. Allein Torhüter Glenn-Louis Eggert verhinderte einen höheren Rückstand.

Keine Durchschlagskraft

Julian Fuchs verkürzte noch auf 7:10 (21.), ehe sich die Bundesliga-Reserve wieder zu viele unnötige Fehler leistete. So glich der 9:16-Pausenstand einer Entscheidung. Neben dem Halblinken Marc Zelser war vor allem Kreisläufer Max Panther nur selten zu stoppen.

Vor allem im rechten und linken Rückraum fehlte der MT die Durchschlagskraft. Dennoch stemmte sich die Sviridenko-Sieben noch einmal gegen die Niederlage. Und profitierten dabei von der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr mit Nino Jedinak als Vorgezogenen.

Nachdem Münsters Rechtsaußen Benjamin Dautermann auf 20:11 (36.) erhöht hatte, sorgten Gruber, Martin Reinbold, Jedinak und der starke Julian Fuchs für einen 5:0-Lauf zum 16:20 (41.). Mehr war nicht drin.

„Wir haben es verpasst, diesen Schwung mitzunehmen und haben vorne nicht clever genug gespielt“, haderte Sviridenko. Zu viele klare Torchancen ließen die Gastgeber gegen TSG-Torwart Dino Spiranec liegen. Und nach einer Zeitstrafe gegen Adam Kiss konterten die Südhessen zum 26:17 (48.) – die Entscheidung. Allein, das sich Magnus Rulff nach langer Verletzungspause mit zwei Toren zurückmeldete, milderte den schwachen Gesamteindruck etwas ab.

MT: Kocsis, Eggert (11 Paraden/34 Gegentore), Herbst - Jedinak 5, Rulff 2, Gruber 4, Avram 1, Kothe 1, Damm, O. Pregler 3, Reinbold 2, Fuchs 8/5, Kiss 1, Kuntscher.

Münster:Spiranec (15/20 Gegentore), Rausch (6/0) - Zelser 5, Hranjec 1, Höllebrand 4, Frieman 3, Kunz, Dautermann 6, Ikenmeyer, Panther 6, Jacobi 2, Mollath 4/2, Schuster 2, Gerntke 1.

SR:Hartmann/Thomson. Z: 96.

Siebenmeter: 5/5:3/2.

Zeitstrafen:8:8-Minuten.

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