U 18-DM als großes Ziel

Treysaer Hammerwerferin Merle Tetem ist bereit für den großen Wurf

Vielversprechend: Merle Tetem (ESV) peilt die U 18-DM in Heilbronn im Hammerwerfen an.
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Vielversprechend: Merle Tetem (ESV) peilt die U 18-DM in Heilbronn im Hammerwerfen an.

Vor einem Monat stellte Merle Tetem mit 50,72 Metern eine neue persönliche Bestweite auf. Die Norm für die Deutschen U 18-Leichtathletik-Juniorenmeisterschaften in Heilbronn (4. bis 6. September), die bei 47 Metern liegt, hat die Hammerwerferin des ESV Jahn Treysa locker erfüllt.

Treysa – Doch wegen der vorherrschenden Hygienebestimmungen dürfen nur die ersten zwölf Athletinnen der Bestenliste teilnehmen. Als aktuelle 16. der Rangliste muss sich die Borkenerin also noch strecken. „Mein Ziel ist die 55-Meter-Marke“, betont Tetem. Eine Möglichkeit zur Leistungssteigerung bietet sich ihr unter anderem bei den Hessischen Meisterschaften am 23. August in Fürth, wo sie als Hessens Beste 2018 und letztjährige Silbermedaillengewinnerin zu den Sieganwärterinnen zählt. Die Entwicklung zur derzeit zweitbesten hessischen Hammerwerferin begann vor vier Jahren, als Tetem erstmals die anspruchsvolle Disziplin in einem Wettkampf ausprobierte.

In Treysa reifen weitere Top-Talente

ESV-Trainer Helmut Schneider entdeckte ihr Talent und überzeugte sie 2019 zu einem Vereinswechsel. Seitdem hat sich die ehemalige Athletin des TuSpo Borken vollkommen auf den Hammerwurf spezialisiert. „Ich sehe hier meine besten Chancen, um mich in die deutsche Spitzenklasse vorzuarbeiten“, erklärt sie. Für dieses Vorhaben trainiert die 16-Jährige bis zu viermal pro Woche in Treysa gemeinsam mit anderen Nachwuchshoffnungen wie Lasse Gundlach, Valentin Sommerlade und Oscar Umbach.

Die 1,72 Meter große Sportlerin hat laut Schneider vielversprechende Voraussetzungen: „Merle ist athletisch, fleißig und ein Bewegungstalent.“ Diese Komponenten sind entscheidend, um die technischen Herausforderungen beim Hammerwerfen zu bewältigen. Dank ihrer vielseitigen Ausbildung, die sie in Borken gemeinsam mit ihrer Schwester Paula (LAV Kassel) genoss, gelingt es ihr immer besser, die schwierige Drehbewegung möglichst schnell umzusetzen. Um den Hammerkopf weit aus dem Wurfring zu schleudern. An den technischen Abläufen feilt sie in ungefähr 20 Würfen pro Trainingseinheit. Zwischendurch gibt ihr Schneider, der seit zwei Jahrzehnten als Coach tätig ist, Verbesserungshinweise.

Mit der Unterstützung des zweimaligen deutschen Junioren-Vizemeisters im Hammerwurf will sich die Schülerin der Bundespräsident-Theodor-Heuss Schule in Homberg perspektivisch im Frauenbereich etablieren. Als Vorbild dient der Landeskader-Athletin etwa Großvater Hans-Jürgen Hentschke, der als zweitbester Zehnkämpfer in der ewigen Kreisbestenliste geführt wird. Im Rasenkraftsport-Dreikampf (Hammerwerfen, Gewichtwerfen, Steinstoßen) gehört Tetem dem Bundeskader an. Dieser Schritt dürfte ihr auch im Hammerwerfen bei einer erfolgreichen DM-Quali gelingen. (Fabian Seck)

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