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Trotz Sonnenschein: Im Schwalm-Eder-Kreis naht die Winterpause im Fußball

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Von: Sebastian Schmidt

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Remsfelds Elvis Ramic (l.) im Zweikampf mit Schwalmstadts Tomasz Adam Borek.
Farbenfroh: Remsfelds Elvis Ramic (l.) im Zweikampf mit Schwalmstadts Tomasz Adam Borek. © Foto: Bernd Krommes

Ein ebenso sonniges wie richtungsweisendes Wochenende liegt hinter den heimischen Fußballern. Wer sich wie im Kellerduell präsentierte, wer seine Saisonziele fast schon nicht mehr erreichen kann und wie sich die zweiten Mannschaften im Schwalm-Eder-Kreis so schlagen:

Schwalm-Eder - Das verraten wir in unseren Auffälligkeiten.

Pause steht bevor

Wer am Sonntag auf den heimischen Sportplätzen war – mitunter im T-Shirt und mit Sonnenbrille – dürfte sich wundern. Aber tatsächlich gehen die meisten heimischen A- und B-Ligisten nach dem 23. Oktober bereits in die Winterpause. In eine lange dazu, weil die Rückrunde am 12. März 2023 startet. Lediglich jeweils zwei Nachholspiele sind in der A 1, A 2, B 1 und B 2 noch angesetzt. In der B 3 sind es sieben. Einzige Ausnahme bildet die B 4, die mit 15 Teams deutlich größer als der Rest (11 oder 12) ist. Dort wird noch bis zum 19. November und wieder ab dem 5. März 2023 gekickt.

Heißt im Klartext: 140 Tage ohne Pflichtspiel. Jeweils mehr als vier Monate. Auch ohne Futsal-Hallenkreismeisterschaften, die wie berichtet im Herren-Bereich erneut abgesagt wurden. Somit wird es für die Klubs immer schwieriger, die Spieler bei Laune zu halten. Eine Lösung könnte eine Reform mit weniger Ligen (die B 5 wurde vor der Runde bereits aufgelöst), aber mehr Mannschaften sein. Für die Klassenleiter indes knifflig, weil die meisten Vereine weiterhin das Vorspiel mit ihren zweiten Mannschaften bestreiten wollen.

Probleme im Unterbau

Apropos zweite Mannschaften: Denen geht von Jahr zu Jahr besonders viel Qualität verloren. Einzig Verbandsligist TSV Wabern hat in der Kreisoberliga noch einen starken Unterbau und ist nach einem Siegeszug auf den fünften Platz geklettert. Der Rest? Hat mit dem TSV Mengsberg/Wiera II eine neue klare Nummer zwei. Das Team von Trainer Marko Treibert ist in der A 2 nach dem 3:0 beim FC Homberg II auf den zweiten Platz geklettert. Auch dank der erfahrenen Achse mit Kapitän Rene Dingel (38), Edeltechniker Gerd Hainmüller (44) und Angreifer Christian Roeschl (39).

Homberg II wiederum folgt schon als dritte Kraft unter den Reserven und liegt als Tabellensiebter im Mittelfeld. Dahinter müssen der 1. FC Schwalmstadt II, SG Neuental/Jesberg II (beide A 2), FSG Gudensberg II, SC Edermünde II, TSV Obermelsungen II, SG KiLoHa II und FC Körle II (alle A 1) mehr oder minder stark um den Klassenerhalt bangen. Das ist ein historischer Tiefpunkt für die zweiten Mannschaften.

Remis im Kellerduell

Fünf Mannschaften machen mutmaßlich die Abstiegsplätze in der A 2 unter sich aus. Gewonnen hat davon am Wochenende erneut niemand. Zwei davon trafen in Ziegenhain direkt aufeinander. Der 1. FC Schwalmstadt, der zuvor 20 Gegentore in nur drei Spielen kassiert hatte, und der TSV Remsfeld. Die Gäste um Spielertrainer Johannes Bock erwischten den besseren Start. Tim Göbel (6. 25.) belohnte die Überlegenheit des TSV mit einer 2:0-Führung. Doch das Team von Trainer Sven Köhler steigerte sich. Elian Schober verkürzte noch vor der Pause (32.). Jannik Sommer belohnte die offensiver werdende Heimelf mit dem Ausgleichstreffer (61.). Dadurch bleibt der FCS II einen Spieltag vor Ende der Hinrunde einen Punkt vor Remsfeld, das auf dem Relegationsrang liegt.

Absteiger mit Kummer

Aller Abstieg ist schwer. Im Sommer mussten die SG Schwarzenberg/Röhrenfurth, die verstärkt durch die SG Kehrenbach/Günsterode nun die SG Bartenwetzer ist, der TSV Schwarzenberg, die FSG Efze 04 und der 1. FC Schwalmstadt II den bitteren Gang aus der Kreisoberliga in die A-Ligen antreten. Und bereits jetzt ist klar, dass niemand davon direkt wieder aufsteigen wird. Im Gegenteil. Die Bartenwetzer müssen nach dem 1:6-Debakel gegen den Tabellenzweiten SG Ungedanken/Mandern den Blick in der A 1 nach unten richten.

Dort befindet sich überraschend der TSV Spangenberg, der als Saisonziel „bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen“ wollte. Nach dem 0:4 im Nachbarschaftsduell bei der SG Altmorschen/Binsförth liegt die Elf von Trainer Pascal Pfeiffer aber weiterhin nur zwei Zähler vor dem Tabellenletzten FC Körle II, der zudem ein Spiel weniger bestritten hat. Der Derbysieg schmeckte derweil für die Kicker der Trainer Dirk Kaempfer und Dirk Schweitzer nach vier sieglosen Spielen in Serie doppelt süß. Ebenso erneut abstiegsbedroht von den letztjährigen Kreisoberligisten sind in der A 2 Efze 04 und wie erwähnt Schwalmstadt II

Rhünda überrascht

Eine Klasse tiefer ergeht es der SG WeWaLe-Hülsa kaum besser. Durch die 1:4-Niederlage bei der SG Bad Zwesten/Urfftal und Trainer Tino Buddner (ehemals Staudigel) sind die Vereinigten nur noch Siebter in der B 3 und müssen sich besonders im Angriff heftig strecken, um um die begehrten ersten drei Plätze mitspielen zu können. Immerhin freuten sich beide Teams über die Schützenhilfe des SC Rhünda, der beim 0:0 gegen den bisherigen Zweiten FSG Borken/Singlis/Freudenthal seinen ersten Punkt in dieser Spielzeit feierte.

Für Bad Zwesten war es der erste Erfolg seit dem 9. September (8:1 gegen den TSV Jahn Pfieffe). Aber kein Wunder, denn das Buddner-Team hatte zwischenzeitlich vier Wochen lang einfach mal kein Spiel. (Sebastian Schmidt)

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