Tischtennis-Oberliga

Trotz 4:8 zieht sich Aufsteiger Besse gegen Titelaspirant Bad Homburg gut aus der Affäre

Feierte mit zwei Einzelsiegen einen gelungenen Einstand beim Oberliga-Aufsteiger TSV Besse: Neuzugang Krzystof Kaczmarek.
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Feierte mit zwei Einzelsiegen einen gelungenen Einstand beim Oberliga-Aufsteiger TSV Besse: Neuzugang Krzystof Kaczmarek.

Der Aufsteiger in die Tischtennis-Oberliga enttäuschte nicht, doch noch fehlen die Punkte: Der TSV Besse startete zuhause mit einem 4:8 gegen den TTC OE Bad Homburg II in die neue Oberliga-Saison, dem eine 5:7-Niederlage bei der TG Langenselbold folgte.

Edermünde - „ Ein Ergebnis, mit dem wir gegen einen Titelaspiranten gut leben können“, ordnete Teamchef Manfred Pfaff den Heimauftakt ein. Bei dem er nicht nur auf Viktor Bykau, sondern auch noch kurzfristig auf Kazimierz Wiszowaty (Hüftprobleme) verzichten musste. Dafür feierte Krzystof Kaczmarek ein gelungenes Debüt. Gegen Björn Hampl überzeugte er mit druckvollem Angriffsspiel und einem 3:0 (11:9, 11:6, 11:6)-Sieg. Dass er dann gegen Maxim Grebnew mit 0:3 (6:11, 4:11, 5:11) nicht durchkam, war der Extraklasse des 18-jährigen Russen, der dem TTC-Bundesligakader angehört, geschuldet.

Zuvor bekam „Basti“ Pfaff die Chance, sich mit Grebnew zu messen und lieferte diesem in allen Sätzen (7:11, 8:11, 6:11) einen offenen Schlagabtausch. Besses Kapitän bestätigte seine ausgezeichnete Form anschließend mit einem 3:1(11:5, 9:11, 11:8, 11:5)-Coup gegen Björn Hampl und belohnte sich so für intensive Extra-Schichten mit Trainer Ola Einarsson.

Das Duell zwischen dem unermüdlich angreifenden Mateusz Kaszuba und Andreas Gehm ging mit 3:0 (11:5, 11:8, 11:6) und viel Szenen-Applaus an den akribischen Abwehrkünstler der Gäste. Besses Nummer drei verzagte nicht, rief sich wenn nötig mit „weiter geht´s, nicht die Spannung verlieren“ selbst zur Ordung. Was auch ein guter Tipp für ihn beim 1:3 (9:11, 11:9, 8:11, 9:11) gegen Dennis Haberle oder bei den beiden 1:3-Niederlagen von Kacper Malinowski gegen Gehm und Haberle gewesen wäre. „Kein Vorwurf an Kacper, der kurzfristig und ohne Training einspringen musste“, relativierte Manfred Pfaff die 0:4-Bilanz im mittleren Paarkreuz.

Deutlich besser war die Ausbeute im unteren Paarkreuz mit zwei 3:0-Siegen von Peter Beck und Dirk Mayer gegen Conor Gallen. Allerdings waren die beiden TSV-Routiniers gegen das 15-jährigen Tyler Fox aus dem Düsseldorfer TT-Internat chancenlos.

Becks Niederlage war der Knackpunkt

Die Besser Hoffnungen etwas Zählbares bei der TG Langenselbold mitnehmen zu können, erfüllten sich nicht. Obwohl in den beiden oberen Paarkreuzen absolut nichts liegen blieb, denn weder Sebastian Pfaff noch Krzystof Kaczmarek hatten eine Chance gegen den überragenden TG-Akteur Christoph Waltemode. Beide machten dies aber mit Siegen gegen die Nummer zwei Alexey Tronin wett: Kaczmarek nervenstark mit 3:0 (12:10, 11:8, 12:10) und Pfaff kampfstark mit 3:2. Ähnliche Konstellation im mittleren Paarkreuz: Gegen Richard Prause war nichts zu holen, aber dafür schlugen Malinowski (3:0) und Kaszuba (3:1) jeweils gegen Andrija Dragicevic erfolgreich zu.

Damit musste die Entscheidung im dritten Paarkreuz fallen, wo Leon Wicke (0:3 gegen Rose, 1:3 gegen Rau) leer ausging. Peter Beck konnte sich mit 3:1 gegen David Rose behaupten, unterlag aber gegen Nils Rau mit 2:3 (8:11). „Das war der Knackpunkt“, bedauerte Sebastian Pfaff. (zrh)

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