Nach Coup im Tabellenmittelfeld

TSV Eintracht Böddiger nach 6:11 souverän 26:23 gegen TGS Walldorf

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Treffsicher: Julia Hasper (am Ball) lässt hier Selina Schönhaber aussteigen und siegte mit Böddiger. 

Ein Coup mit Startschwierigkeiten für den TSV Eintracht Böddiger: Nach 21 Minuten deutete vieles nämlich auf einen souveränen Erfolg der viertplatzierten TGS Walldorf hin. Mit 11:6 führten die Gäste in der Handball-Oberliga der Frauen, ehe Böddiger noch einen 26:23 (13:16)-Erfolg feierte und sich damit im Mittelfeld der Tabelle etablierte.

Wie von Eintracht-Trainerin Lena Hildebrandt erwartet, waren die Gäste mit ihrer 5:1-Abwehr in der Anfangsphase ein unangenehmer Gegner für den TSV-Rückraum um Vilte Duknauskaite. „Nach dem 11:6 habe ich dann aber plötzlich ein Bruch in unserem Spiel ausgemacht. Danach war es ein enttäuschendes Spiel von meinem Team“, bekannte Walldorf-Coach Jens Illner.

Die Folge: Die Felsbergerinnen drehten den deutlichen Rückstand dank einer klaren Leistungssteigerung. Der Schlüssel für die Wende lag vor allem in der verbesserten Defensivarbeit. Der Mittelblock um Juliane Reinbold und Sina Dieling, die den Posten von der durch zwei frühe Zwei-Minuten-Strafen vorbelasteten Duknauskaite übernahm, verstand es, die Zuspiele auf die gefährliche Kreisläuferin Megan Grote vermehrt zu unterbinden. Auch Torjägerin Selina Schönhaber und Spielmacherin Nathalie Schäfer fanden kaum ein Durchkommen. Weshalb der TGS in den ersten 14 Minuten nach der Pause nur zwei Treffer gelangen.

Wie entfesselt dagegen die Heimmannschaft: Hatte der Rückraum in der Anfangsphase noch Wurfpech und produzierte einige technische Fehler, waren es nun insbesondere Anne Kühlborn (8) und Julia Hasper (5), die energisch in die Lücken stießen und in Eins-gegen-Eins-Duellen den Torabschluss gegen die beste Verteidigung der Liga suchten. Mit Erfolg: Eine Viertelstunde vor Schluss stand ein 20:17 auf der Anzeigetafel. „Wir haben das Tempo hochgehalten. Dadurch kamen leichte Treffer zustande, die uns Auftrieb und Sicherheit gaben“, analysierte Hildebrandt.

In der entscheidenden Phase konnte sich der TSV auch auf Katja Frommann verlassen, die mehrfach einen möglichen Ausgleich verhinderte. Neben drei Tempogegenstößen der Südhessinnen vereitelte die erfahrene Torhüterin weitere klare Chancen über die Außenpositionen mit glänzenden Paraden. Auf der Gegenseite übernahm Reinbold bei vier Siebenmetern Verantwortung und verwandelte ebenfalls wie zuvor Christin Schene sicher. Die etatmäßige Strafwurf-Schützin zog sich allerdings eine Knieverletzung zu (47.). Der einzige Wermutstropfen an Abend, der mit Startschwierigkeiten begann – und souverän endete.

Eintracht:Frommann (21 P./23 GT.), Dippel - Reinbold 6/4, König, Dieling 1, Eren, Hasper 5, Kühlborn 8, Gondermann, Schene 5/3, Lizan 1, Duknauskaite, Giese.

TGS: Unnold (9/26) - Wiener 1, Schäfer 5, Kornhuber, Unnold, Schönhaber 5/3, Rausch, Gastgeb, Grote 8, Zimmermann 4.

SR:Karsazy/Schulze-Ganzlin. 

Z:80.

Siebenmeter: 7/7:3/3.

Zeitstrafen:6:6-Minuten.

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