Beide in Abwehr und Angriff top

TSV Wabern erwartet 1. FC Schwalmstadt zum Gruppenliga-Topspiel

Fußball Gruppenliga: SG Kirchberg-Lohne geg. TSV Wabern: Freude zum 2:0 für Wabern Links Patrick Herpe, Rechts: Florian Amert Foto: Pressebilder Hahn
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Vorfreude: Patrick Herpe (links) und Florian Amert haben drei der vier Tore beim 4:0 in Haddamar erzielt und messen sich mit Wabern nun mit Spitzenreiter 1. FC Schwalmstadt

Das gab’s seit über zehn Jahren nicht mehr: Ein Punktspiel zwischen dem TSV Wabern und dem 1. FC Schwalmstadt. Noch dazu ist das prestigeträchtigste Schwalm-Eder-Duell und der Vergleich zwischen dem Tabellenzweiten der Fußball-Gruppenliga (TSV) und dem Spitzenreiter (FCS) am Sonntag (15 Uhr, Reiherwald).

„Wir wollen Schwalmstadt schlagen und Tabellenführer werden. Der Gegner hat eine Top-Truppe, so dass es egal ist, wer bei denen auf dem Platz steht“, betont Waberns Spielertrainer Kim Sippel. Nur zehn Tage ist es her, dass seine Mannschaft im packenden Pokal-Viertelfinale mit 5:3 gegen den Erzrivalen die Oberhand behielt. Von dieser Rumpfelf des FCS dürften es jetzt wohl nur Benjamin Trümner, Marcel Reitz und Ricardo Seck erneut in die Anfangsformation schaffen.

Mit Fabian Seck, Vedran Jerkovic und Peter Liebermann hatten von der Achse um Fixpunkt Trümner gleich drei Schwälmer Asse gefehlt. Jetzt haben die Gäste neben den Langzeitverletzten Leon Lindenthal und Nick Allerdings mit Jan Niklas Brandner (Bundeswehr), Paul Hohmann (muskuläre Probleme) lediglich den Ausfall von Serkan Atas zu beklagen. Dem Flügelflitzer droht indes wegen einer Schambeinentzündung eine lange Pause. „Das ist sehr bitter, dennoch ist es unser Anspruch, unser Spiel aufzuziehen und zu gewinnen. Wir wollen der Gejagte bleiben“, betont FCS-Coach Atilla Güven.

Während Schwalmstadt im Pokal im 3:5:2-System startete, ist nun eine Rückkehr zum bewährten 4:3:3 angedacht. Das ist flexibel angelegt mit vielen treffsicheren Akteuren. Denn die 46 Treffer sind auf bereits 16 Spieler verteilt. Allein Reitz ragt intern mit elf Toren heraus.

Auf der Gegenseite zeichnen sich elf Mann für 32 Treffer verantwortlich. Dabei stechen zwei 26-Jährige heraus, die schon in der E-Jugend für Wabern stürmten: Fabian Korell und Patrick Herpe. Herpe hat nach einer bitteren Saison in Schwalmstadt seinen Torriecher wiedergefunden und schon 17 Scorerpunkte gelandet (8/9). Damit führt er knapp vor Korell (9/7), dessen Bruder Florian (Innenbandriss) neben Gökhan Topsakal (Knieprellung), Fabian Hofmann (Reizung Patellasehne) und Michael Janowicz (Bänderriss) ausfällt.

Amert war schon 2009 beim 5:1 dabei

Bei aller Angriffslust steht Waberns Abwehr mit lediglich zwölf Gegentreffern stabil wie lange nicht. Mit Gavin Grünhäuser und Witali Merker sind zwei gute Verteidiger zudem zurück. Und kämpfen um den Platz neben Rückkehrer Florian Amert, der trotz Herpes Top-Quote als Königstransfer gilt.

Der 31-Jährige ist übrigens der Einzige von den 22 Spielern, die sich am 28. März 2009 beim letzten Punktspiel in Ziegenhain gegenüberstanden, der auch am Sonntag spielt. Seinerzeit brachte Tobias Oliev den FCS in Führung, ehe Frank Schultz (3), Paul Graf und Florian Korell beim 5:1 nicht nur ihren damaligen Trainer Friedhelm Janusch verzückten. Am Ende stand Wabern als Dritter der Saison 2008/09 in der Verbandsliga so gut da wie nie – und Schwalmstadt wurde Meister.

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