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TSV Wabern holt dank Herpe 2:2 in der Nachspielzeit gegen SC Willingen

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Von: Sebastian Schmidt

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Schenkten sich nichts: Mit letztem Einsatz erkämpft sich Waberns Marius Rohde (r.) im Duell zweier Torschützen den Ball gegen den Willinger Fynn Butterweck.
Schenkten sich nichts: Mit letztem Einsatz erkämpft sich Waberns Marius Rohde (r.) im Duell zweier Torschützen den Ball gegen den Willinger Fynn Butterweck. © Pressebilder Hahn

Zwei Strafstöße, die souverän verwandelt worden. Zwei weitere Tore, die zählten. Zwei Treffer, denen der Schiedsrichter keine Anerkennung gab. Geführt, zurückgelegen, ausgeglichen. So endete das Kellerduell der Fußball-Verbandsliga zwischen dem TSV Wabern und dem SC Willingen 2:2 (0:1).

Wabern – Was auf beiden Seiten für reichlich Frust sorgte. Wabern kletterte in der Tabelle zwar auf den 14. Platz, verpasste es aber, den Oktober nach drei Siegen in Serie zu vergolden. „Das war unsere schlechteste Leistung der letzten Wochen“, fand TSV-Spielertrainer Patrick Herpe klare Worte und folgerte: „Wir hatten zwar ein Chancenplus, aber wir können froh sein, dass wir noch einen Punkt geholt haben.“

Dabei begann die Achterbahn der Gefühle mit einem Glücksmoment für die Reiherwalder: erster Schuss, erstes Tor. Sehenswert dazu. Marius Rohde nutzte seine herausragende Schusstechnik nach feiner Vorarbeit von Fabian Korell und veredelte somit einen Angriff, den er selbst eingeleitet hatte (8.). Fünf Minuten später schloss Rohde zu überhastet ab.

Pech für Müller und Müller

Dann folgte der Schock auf der Gegenseite. Allerdings nur kurz, weil Florian Heine zwar traf, zuvor jedoch Jonah Schilling Hand gespielt hatte (16.). Als Weckruf für Willingen taugte dies gleichwohl.

Beim zweiten gelungenen TSV-Spielzug ließ Herpe nach Vorarbeit von Korell und Niklas Müller Genauigkeit vermissen (28.). Umso genauer schaute im folgenden Angriff Schiedsrichter-Assistent Hendrik Brand hin und sah den vermeintlichen Torschützen Müller in einer Abseits-Stellung (29.). Kurz vor der Pause verpasste es Korell, sich für seinen Einsatz zu belohnen und brachte einen feinen Diagonalball von Johannes Kördel nicht unter Kontrolle (40.). Mit einer Glanztat verhinderte Elgaz dann den Treffer von Willingens Müller, Vorname Sebastian (43.).

Butterwecks Freistoß sitzt

Das 2:0 lag nach einer Ecke von Jan Luca Schmeer in der Luft, doch Herpe fand in Torwart-Hüne Florian Bouma seinen Meister (55.). Doppelt bitter für den TSV, weil sich der nimmermüde Fynn Butterweck belohnte und per Freistoß aus 20 Metern abgefälscht zum Ausgleich erfolgreich war (62.). Die direkte Antwort verpasste Korell denkbar knapp (63.). Noch dichter dran am zweiten Waberner Treffer war Müller, Vorname Niklas. Der wurde mustergültig von Korell und Herpe in Szene gesetzt, traf aber den Innenpfosten (70.).

Und wer in einem Kellerduell derartigen Chancenwucher betreibt, der wird bestraft. Zu Pechvögeln avancierten Torwart Elgaz und Luca Wendel, deren Abwehrversuch einen Fall von Florian Heine nebst Strafstoß zur Folge hatte. Der eingewechselte Christian Kuhnhenne blieb eiskalt und brachte den Ski-Klub in Vorlage (82.).

Ausgleich in der Nachspielzeit

Waberns Reaktion? Aus dem Verteidiger Wendel wurde ein Stürmer. Ein cleverer dazu, denn er zog gegen Tim Albrecht einen Elfmeter. Ein Fall für Patrick Herpe. Der Spielertrainer markierte den Treffer zum Endstand (90.+2). Der für Erleichterung beim TSV sorgte, allerdings für keine Glücksgefühle. Dafür aber den Gegner traurig auf die Heimreise ins Upland schickte. „Das ist sehr ernüchternd. Wir waren spielerisch mal wieder besser, aber es hat wieder mal nur für einen Punkte gereicht“, sagte SC-Coach Dardan Kodra, für den die Partie ein Spiegelbild der bisherigen Saison darstellte. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Wabern: Elgaz - Kördel, Wendel, Amert, Bergmann - Klinge - N. Müller (71. Mühlberger), Schmeer (89. Neumann), Rohde (66. Herdt), Korell - Herpe.

Willingen: Bouma - Friedrich, Albrecht, S. Vogel, Albers - Schilling, Butterweck (90.+2 Kesper), J. Vogel - Heine, Butz (46. Kuhnhenne), S. Müller (89. Saure).

SR: Christian Krafft (Volkmarsen). Z: 250.

Tore: 1:0 Marius Rohde (8.), 1:1 Fynn Butterweck (62.), 1:2 Christian Kuhnhenne (82., FE), 2:2 Patrick Herpe (90.+2, FE)

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