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TSV Wabern lernt noch: 3:3 nach 3:0 bei der SG Johannesberg

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Von: Sebastian Schmidt

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Fingerzeig: Niklas Müller und der TSV Wabern wollen auch in Eichenzell punkten.
Fingerzeig: Niklas Müller und der TSV Wabern wollen auch in Eichenzell punkten. © Pressebilder Hahn

Wer drei Tore in einem Fußballspiel schießt, kann gewinnen. Wer mit drei Toren auswärts führt, sollte den Platz am Ende als Sieger verlassen. Wer nach einem 3:0 allerdings noch 3:3 (2:0) spielt, muss sich ärgern. Dementsprechend vielschichtig war die Gemütslage des Verbandsligisten TSV Wabern nach dem Remis in der packenden Partie bei der SG Johannesberg.

Fulda/Wabern – „Gefühlt sind das natürlich zwei verlorene Punkte“, machte denn auch Niklas Müller aus seinem Herzen keine Mördergrube. Doch der erfahrene Linksverteidiger Waberns erklärte auch: „Mit Blick auf die Ausgangslage wären wir mit einem Unentschieden zufrieden gewesen und nehmen den Punkt gerne mit. Zudem können wir vieles Positives aus der Partie ziehen“, sagte der 30-Jährige.

Müller lobt die Entwicklung der vielen talentierten Waberner, für die die Verbandsliga Neuland ist. Und konnte stolz verkünden, dass die Trainingsinhalte in gleich zwei Tore mündeten. Denn beim TSV haben sie etliche Varianten bei ruhenden Bällen einstudiert. Belohnt mit dem 1:0 durch Müller, der nach einer scharfen Ecke von Spielertrainer Patrick Herpe am zweiten Pfosten lauerte und willensstark per Kopf traf (9.). Und weil"s so schön war, zauberte der als Sechser aufgebotene Herpe eine zweite Ecke auf den Kopf von Abwehrchef Luca Wendel, der mit seinem ersten Verbandsliga-Treffer nachlegte (29.).

Ecken waren einstudiert

Das 2:0 spiegelte durchaus die Kräfteverhältnisse wieder. Nach zehn Minuten auf Augenhöhe stellten sich die Gäste auf die langen Diagonalbälle auf die Außen Jan Henrik Wolf sowie Niklas Odenwald ein und setzten selbst einige Nadelstiche. Wachsam bleiben war die Devise nach der Pause. Das beherzigte Dennis Neumann. Bei seiner Startelfpremiere in dieser Saison antizipierte der Angreifer, der 2019 aus Bad Zwesten kam, einen zu kurzen Abschlag des neuen SG-Schlussmanns Nemanja Jevericic. Neumann nahm den Ball dankend auf – und lupfte ihn lässig aus 25 Metern zum 3:0 in die Maschen (47.).

Somit war das Feld bestellt für den ersten Sieg nach dem Wiederaufstieg. Doch dann ging dem TSV das Spielglück ab. Fabian Korell, der von der Mittellinie aus allein starten wollte, wurde zurückgewunken. Eine Unachtsamkeit führte auf der Gegenseite zur Ecke. Und da offensichtlich auch in Osthessen ruhende Bälle einstudiert werden, konnte Omar Hussein mit einem wuchtigen Kopfball verkürzen (58.). „Danach haben wir kurz Mut und Faden verloren“, ärgerte sich Müller. Aus Sicht von Trainer Mario Völker zahlte der TSV bitteres Lehrgeld. Kapitän Odenwald (63.) und der Ex-Schwalmstädter Wolf (65.) sorgten in Rekordzeit für das 3:3.

Immerhin: Wabern wankte, aber fiel nicht. Im Gegenteil. Beide Teams lieferten sich in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch. Mit guten Gelegenheiten für den verbesserten Enes Sezer (85.) und den emsigen Korell (70., 87., 90.). Jeweils gut in Szene gesetzt von Müller.

Am Samstag in Eichenzell gefordert

„Wir müssen noch kaltschnäuziger werden“, sagt Trainer Völker. Wohlwissend, dass es die kommende Aufgabe bereits am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Britannia Eichenzell in sich hat. Denn die Osthessen segeln nach dem 4:0 in Sand sowie dem 3:1 im Derby gegen Ehrenberg im Aufwind. Verfügen mit Sebastian Sonnenberger über einen intelligenten Spielertrainer, der in der A-Jugend-Bundesliga beim SV Werder Bremen unter Ex-Profi Mirko Votava reifte und für die Würzburger Kickers in der Regionalliga spielte. Gut daher für Wabern, dass sich die personellen Möglichkeiten erhöhen. Adrian Herdt (musste arbeiten) und Marius Rohde (war gesperrt) sind zurück. Möglich, dass zudem der frisch gebackene Vater Christoph Bergmann ebenso wieder eine Option ist. (Sebastian Schmidt)

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