Emin Dag trifft doppelt

TSV Wabern stürmt nach 5:3 gegen Schwalmstadt ins Pokal-Halbfinale

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Dynamisch: Waberns Gökhan Topsakal (r.) setzt sich hier gegen Schwalmstadts Marcel Reitz durch. 

Wenn der TSV Wabern auf den FC Schwalmstadt trifft, dann macht das Zuschauen Spaß. Durch einen 5:3 (1:2)-Erfolg sind die Fußballer vom Reiherwald in das Kreispokal-Halbfinale einzogen, in dem sie im April 2020 gegen den A-Ligisten SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach antreten werden.

Das unterhaltsame Spiel hatte einen verdienten Sieger, weil die Gastgeber 70 Minuten herausragend spielten, während die Gäste nur in der ersten Halbzeit ihren Ansprüchen genügten. Den Torreigen eröffnete Schwalmstadts Abwehrchef Andre Petersohn (12.), ehe Fabian Korell nach grandioser Vorarbeit von Emir Dag mit einem fantastischen Schuss von der Strafraumgrenze für den Ausgleichstreffer sorgte (21.).

Das Waberner Sturmduo spielte nicht nur in dieser Szene glänzend auf, sondern ragte auch insgesamt weit über das normale Gruppenliga-Niveau hinaus. Das gilt auf der anderen Seite für Benjamin Trümner, der den erneuten Führungstreffer von Serkan Atas (36.) prima vorbereitete und schließlich einen Elfmeter zum Endstand verwandelte (86.). Dazwischen lagen die entscheidenden TSV-Treffer von Nico Brandt, Dag (2) und Patrick Herpe gegen seinen Ex-Verein.

Trainer Güven sieht zwei Knackpunkte

Ein weiterer Grund für Waberns Pokaltriumph war, dass die Mannschaft den Ausfall einiger Stammspieler besser kompensierte als der FCS. Allerdings hatte Schwalmstadts Trainer Atilla Güven das Fehlen besonders wichtiger Spieler zu verkraften. Vedran Jerkovic, Fabian Seck und Leon Lindenthal sind nicht leicht zu ersetzen. Das aber wollte Güven nicht als Ausrede gelten lassen. Vielmehr sprach der Trainer des nun entthronten Titelverteidigers von zwei „Knackpunkten“, bei denen der Unparteiische jeweils eine Hauptrolle spielte. „Als es noch 2:1 für uns stand, hätte der Schiedsrichter einen Elfmeter zu unseren Gunsten geben müssen. Zudem ging Waberns Treffer zum 4:2 eine klare Abseitsstellung voraus“, ärgerte sich Schwalmstadts Coach.

Dessen Waberner Kollege hatte nicht nur eine neue (lockige) Frisur, sondern auch beste Laune. Kim Sippel, der diesmal auch das Tor hütete, lobte besonders die Moral und Spielfreude seiner Mannschaft und freut sich, wie die meisten der 200 Zuschauer, schon auf den 6. Oktober. Dann werden der TSV und der FCS erneut auf dem Sportplatz am Reiherwald aufeinandertreffen. Im Gruppenliga-Spitzenspiel.

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