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TSV Wabern verliert unglücklich mit 0:1 gegen SV Buchonia Flieden

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Von: Sebastian Schmidt

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Zuviel gemeckert: Marius Rohde konnte die Entscheidungen von Schiedsrichter Johannes Helmut Baumann nicht einfach so hinnehmen und kassierte deshalb in der Nachspielzeit unnötig eine Gelb-Rote Karte.
Zuviel gemeckert: Marius Rohde konnte die Entscheidungen von Schiedsrichter Johannes Helmut Baumann nicht einfach so hinnehmen und kassierte deshalb in der Nachspielzeit unnötig eine Gelb-Rote Karte. © Pressebilder Hahn

Dieses Gefühl war ihnen fast ein Jahr fremd. 30 Punktspiele waren die Fußballer des TSV Wabern ungeschlagen geblieben. Und auch gegen Hessenliga-Absteiger SV Buchonia Flieden hätten sie nicht verlieren müssen.

Wabern – Umso mehr schmerzt den Reiherwäldern das 0:1 (0:0) in der Verbandsliga gegen das Team aus dem osthessischen Königreich. „Das war absolut vermeidbar. Im Vergleich zum 1:1 in Sandershausen waren wir taktisch und spielerisch deutlich verbessert“, erklärte TSV-Spielertrainer Patrick Herpe. Was dadurch aufgewertet wurde, dass mit Jan Luca Schmeer (Bänderriss) ein Schlüsselspieler ersetzt werden musste. Doch Eigengewächs Adrian Herdt löste sein Startelfdebüt in der Verbandsliga mit Bravour.

Die Gäste waren ersatzgeschwächt angereist. Allerdings etwa auch, weil Torjäger Andre Vogt im Urlaub weilte. Wabern kaufte Flieden in der ersten halben Stunde angeführt von Abwehrchef Luca Wendel, Kapitän Andreas Schluckebier und dem emsigen Linksverteidiger Niklas Müller den Schneid ab.

VAR-Moment: Tor zählte nicht

Und sie trafen auch ins Tor. Schlussmann Florian Wess leistete sich einen Aussetzer, schoss Fabian Korell an, so dass dieser nur noch einschieben musste. Doch plötzlich hatten die Gastgeber ein Bundesliga-Erlebnis, auf das sie gerne verzichtet hätten. Einen VAR-Moment. Mitten im Jubel meldete sich der Assistent via Funk und Schiedsrichter Baumann entschied auf Handspiel. „Ich hatte die Arme bewusst angelegt. Mehr konnte ich nicht tun“, haderte Korell.

In den folgenden Minuten reagierte Wabern sportlich. Da hätten Martin Mühlberger (22.), Patrick Herpe (23.) und vor allem Mühlberger bei seiner zweiten Chance im Eins-gegen-Eins gegen Wess treffen können (26.). Das hätte sich beinahe bitter gerächt. Tobias Rehm hätte auf der Gegenseite per Kopf treffen müssen, nickte eine Flanke von Marc Götze jedoch neben den Kasten (33.).

Klinge verpasst Ausgleich knapp

Immerhin: Damit läutete Rehm die Drangphase der Gäste ein, die auch zum Tor des Tages führte. Allerdings erst nach dem Seitenwechsel. Eiskalt und unhaltbar erzielt von Lukas Marvin Friedrich, der einmal mit seinen Nebenleuten zu viel Platz hatte (51.). Wabern steckte diesen Rückstand gut weg. Die passende Antwort hätte der aufgerückte Innenverteidiger Lennart Klinge geben können, der nach einer Herpe-Ecke freistehend knapp verzog (62.).

„Uns hat etwas Gradlinigkeit gefehlt“, wusste Herpe um den Grund, warum das folgende Anrennen erfolglos blieb. Szenenapplaus bekam allein Torwart Islam Elgaz für sein Kabinettstückchen im Duell mit Louis Larbig (78.). So spannend die sieben Minuten Nachspielzeit waren, Folgen hatten sie nur für einen: Marius Rohde. Der bereits verwarnte Achter konnte seinen Mund nicht halten und kassierte Gelb-Rot (90.+5). „Wabern ist eine sehr schwer zu bespielende Mannschaft. Für uns zählen allein die drei Punkte“, sagte Fliedens Trainer Bardo Hirsch. (Sebastian Schmidt)

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