Meisterschaft naht

TSV Wollrode verlangt SV Germania Fritzlar II im Derby alles ab

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Blockversuch: Die Fritzlarerin Chantal Reinbold (l.) streckt sich in dieser Szene vergeblich gegen den Wurf von Wollrodes Anna Ködel, beobachtet von Fabienne Huy und Svenja Lachnit (r.). 

Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und setzte sich schließlich erwartungsgemäß durch. Der TSV Wollrode lieferte im Derby der Handball-Landesliga Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II einen harten Kampf, musste sich aber mit 33:36 (18:17) geschlagen geben.

„Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Sie hat bis zum Umfallen gekämpft. Am Ende waren Kleinigkeiten spielentscheidend“, lobte TSV-Trainerin Margret Schmidt ihr Team, das auf die etatmäßigen Spielmacherinnen Janina Friedrich (beruflich verhindert) und Laura Schmieling (krank) verzichten musste.

Auch Gäste-Trainer Gunnar Kliesch zollte den Gastgeberinnen seinen Respekt: „Wollrode hat stark gespielt. Vor allem das Spiel über Bianka Bartalos haben wir nie unter Kontrolle bekommen.“ Allerdings: Sein eigenes Team habe sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen und den Kampf angenommen.

Zeitstrafen als Knackpunkt

Besonders in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, als die Gastgeberinnen beim 12:9 (17.) davon zu ziehen drohten, die SVG jedoch kühlen Kopf bewahrte und durch Hannah Grothnes kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 18:17 (30.) verkürzte. Diese hauchdünne Führung verteidigte Wollrode bis zur 43. Minute, ehe die Domstädterinnen die Partie durch einen Doppelschlag von Merle Bücker und einen Treffer von Marleen Krause zum 27:28 drehten. Knackpunkt der Partie: Zeitstrafen von Anna Ködel und Lena Klotzsche. Die nutzten die Gäste, um von 30:29 (50.) auf 34:31 (56.) wegzuziehen.

Zudem fand Torhüter-Routinier Katja Zeller nun ihren Rhythmus und hielt mehrere Bälle. Das war zu viel für die Blau-Weißen und die Germania rettete den Sieg über die Zeit. Durch diesen Erfolg fehlen Fritzlar II nur noch drei Punkte zur Meisterschaft.

VON  MORITZ MINHÖFER

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