Emre Bicer trifft entscheidend

SV Türkgücü Kassel gewinnt Fußball-Fest vor 1100 Zuschauern gegen FC Körle

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Hart, aber herzlich: Körles Routinier Marcel Riemann (links) räumt hier Türkgücü-Torjäger Yasin Binguel vor 1100 Zuschauern ab. 

Welch ein Fußballfest! Der SV Türkgücü Kassel hat in einer mitreißenden Partie vor 1100 Zuschauern im Nordstadtstadion zum Auftakt der Verbandsliga-Aufstiegsrunde gegen den FC Körle 1:0 gewonnen.

Für die Gäste ist damit aber noch nichts verloren. Denn da der SV Neuhof in der Hessenliga-Aufstiegsrunde mit einem 2:0 in Dietkirchen gestartet ist, könnten zwei der drei Gruppenligisten den Sprung in die Verbandsliga schaffen. Voraussetzung für Körle ist ein Heimsieg gegen den Fuldaer Vertreter SG Ehrenberg, das nun bereits am Sonntag (15 Uhr) stattfindet.

„In der ersten Halbzeit waren wir richtig gut. Dann waren wir nicht mehr so kompakt, haben viele zweite Bälle verloren und am Ende unsere Chancen nicht genutzt“, fasste FCK-Coach Teame Andezion 90 kurzweilige Minuten zusammen. Zunächst schien sich die Routine auszuzahlen. Denn die Körler Startelf (28,45 Jahre) war im Schnitt über fünf Jahre älter als die der Gastgeber (23,36).

Ein Sahne-Freistoß von Emre Bicer aus 17 Metern, den Torhüter Mario Umbach super parierte, war der Weckruf für Körle (4.). Von Minute zu Minute wurden die Gäste präsenter und trugen ihre Angriffe clever vor. Auf dem linken Flügel setzte sich Kadir Eren mehrfach geschickt in Szene, nahm es mitunter mit vier Mann auf. Dicht dran an einer möglichen Führung waren Dennis Alberding (30.) und Thomas Melnarowicz sowie Tobias Scherbaum (45.), die allesamt am herausragenden Rückhalt Lukas Perzel scheiterten.

„Unsere Jungs waren teilweise sehr nervös, weil sie noch nie vor einer solch großen Kulisse gespielt haben. Aber dann haben wir die Handbremse gelöst“, freute sich Türkgücü-Trainer Hüseyin Üstün. Eine Flanke von Bicer (54.) und mehr noch ein Pfostenschuss des starken Jokers Mohamed Ghaferi (60.) fanden beinahe den Weg ins Körler Tor. Zwei Minuten später war es soweit. Der technisch versierte Bicer sorgte nach einem feinen Angriff auf Vorarbeit des fleißigen Muhammed Guelsen für den Treffer des Tages (62.).

Jungs privates Derby als Ex-Guxhagener

„Wir wussten, dass wir in der zweiten Hälfte immer stärker sind und nachlegen können. Jetzt wollen wir den Aufstieg auch perfekt machen“, frohlockte Thore Jung. Der 31-Jährige verteidigte tadellos und hatte sein privates Derby. Denn bis 2017 hielt er für den TuSpo Guxhagen in der Kreisoberliga seine Knochen hin und hat sich jetzt nach drei Verletzungen in die Form seines Lebens gemausert.

Zum Leidweisen des FCK, der im von Schiedsrichter Philipp Metzger glänzend geleiteten Spiel noch drei Abschlüsse hatte. Erst verpasste Felix Lenz per Kopf nach einer Ecke von Luis Taube (76.), ehe Tobias Scherbaum auf Zuspiel von Thomas Melnarowicz nur Zentimeter vom Ausgleich entfernt war (86.). Der hätte freilich fallen müssen, doch Melnarowicz verzog zwei Meter vor dem Tor nach einem sehenswerten Angriff über Riemann, Alberding und den eingewechselten Fitim Islami (88.).

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