Nach 1:0 und 2:1 nur 2:2

Überlegene FSG Gudensberg lässt gegen Johannesberg zwei Punkte liegen

Packendes Duell: Gudensbergs Till Dünzebach (r.) hatte viele gute Szenen, sein Johannesberger Gegenspieler Nikola Milankovic sah kurz vor Schluss die Rote Karte nach einer Tätlichkeit.
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Packendes Duell: Gudensbergs Till Dünzebach (r.) hatte viele gute Szenen, sein Johannesberger Gegenspieler Nikola Milankovic sah kurz vor Schluss die Rote Karte nach einer Tätlichkeit.

Für Gudensbergs Trainer Andre Fröhlich war’s „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.“ Bei Kapitän Julian Lauterbach hinterließ es „ein lachendes und ein weinendes Auge“. Einig waren sich beide, dass die FSG beim 2:2 (0:0) in der Fußball-Verbandsliga gegen die SG Johannesberg zwei Zähler liegen gelassen hat.

Gudensberg – Denn in beiden Halbzeiten verbuchten die Gastgeber Punktsiege. Vor der Pause, weil die FSG defensiv nichts anbrennen ließ und besonders Lauterbach und Noah Jäger sämtliche langen Bälle der Gäste wegverteidigten. Und im zweiten Durchgang, weil Johannesberg in neuer Grundordnung auf den Außen Räume anbot, die Tom Siebert, Philipp Wissemann und Co. dank ihrer Schnelligkeit auszunutzen wussten.

Aufgewertet wird der Auftritt – Stichwort lachendes Auge – dadurch, dass er von einem Rumpfteam auch noch ohne die kurzfristig ausgefallenen Can Rommel und Lukas Illian geleistet wurde. Was zur Folge hatte, dass mit den A-Jugendlichen Florian Pruin und Nick Siebert, Reserve-Torjäger Kevin Neumann und Janis Wunsch die Erfahrung von insgesamt nur zwölf Minuten Verbandsliga-Erfahrung auf der Bank saß.

Siebert an allen gefährlichen Szenen beteiligt

Dennoch hatte Gudensberg die gefährlichsten Szenen. Zunächst, weil Tom Siebert, Till Dünzebach und Carlos Rohmann den Gegner unter Druck setzen und sich viele Bälle eroberten. Noch aber ohne Ertrag. Bei der besten Chance fehlte Wissemann nach einem weiten Abschlag von Tom Stieghorst und gelungener Weiterverarbeitung von Siebert die nötige Spannung, um zu vollenden (10.).

Ohne Vorwarnung fiel das erste Tor auf der Gegenseite. Nach einer Ecke von Gustavo Ferreira da Silva stand der eingewechselte Leon Butsch goldrichtig, um Johannesberg in Führung zu bringen (48.). Die Antwort der FSG dauerte keine 100 Sekunden. Siebert war nicht zu stoppen und hatte das nötige Auge für Wissemann, der seine zweite Chance eiskalt zum 1:1 nutzte (50.). Fast wäre der Doppelschlag gelungen, weil Wissemann dran blieb, Dünzebach jedoch knapp verzog (51.).

Bitterer Strafstoß verhinderte Heimsieg

Das gab Gudensberg Auftrieb. Doch ebenso wie Siebert durch sein Tempo besticht, ist er auch ein Muster an Fairness und blieb trotz mehrerer Attacken von Martin Srsen im Strafraum auf den Beinen, um schließlich am starken Schlussmann Johannes Kreis zu scheitern (60.).

Auch Wissemann nach einem klugen Vorstoß von Wunsch (64.) sowie Wissemann und Dünzebach kamen nicht am Torwart vorbei (66.). Was sich zunächst nicht rächte, weil Siebert seine erneut starke Vorstellung mit seinem achten Saisontreffer zum 2:1 krönte (81.). Vorbereitet durch Jäger und Joker Neumann.

Zwei Johannesberger verlieren die Nerven

Es folgte der Schock, weil Patris Gjocaj nach Kontakt mit Wunsch zu Boden ging (85.). „Den kann man geben“, erklärte Kapitän Lauterbach und nahm somit all denjenigen den Wind aus den Segeln, die die Situation anders herum gesehen hatten. Niklas Odenwald war’s egal: 2:2 (87.). Die aufkeimende Hektik konnten zwei Johannesberger nicht verkraften. Nikola Milankovic nach einer Tätlichkeit an Wissemann (89.) und Torben Grosch nach einem groben Foul an Dünzebach (90.+1) sahen Rot. (Sebastian Schmidt)

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