Verbandsliga:

Ein Punkt für Melsungens Moral beim 1:1 gegen Vellmar

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Aktivposten: Leon Koch wusste beim 1:1 des Melsunger FV gegen den OSC Vellmar vor allem läuferisch zu überzeugen. 

Da ist der dritte Zähler für den Melsunger FV: Ein 1:1 (1:0)-Remis in der Fußball-Verbandsliga gegen den OSC Vellmar. „Der Punkt tut uns gut fürs Selbstvertrauen und für die Moral. Nur mit solch einer disziplinierten Leistung können wir bestehen“, sagte MFV-Käpitän Hendrik Schmidt.

Der Spielführer ging zweikampfstark im zentralen Mittelfeld neben dem aufstrebenden Marvin Urban voran. Ebenso wie dahinter die Innenverteidiger Wojciech Bijan und Markus Kurka ließ das Duo auf der Doppelsechs besonders in der Luft nichts anbrennen. Vellmar agierte lange planlos und kam nicht hinter die Ketten. „60 Minuten lang war das schlichtweg zu wenig von uns. Wir haben es im Angriff zu kompliziert gemacht“, sagte OSC-Coach Jörg Müller.

Ohne die kurzfristig fehlenden Tobias Fromann (Zerrung) und Niklas Rading (angeschlagen) wahrte Melsungen geschickt im 4:4:2-System seine Grundordnung und ließ sich von der technisch versierteren Gästen nicht locken. Über Außen setzten die Koch-Brüder Leon (links) und Kevin Akzente. Kevin Koch kam auch zu Abschlüssen, nachdem elegant vorgearbeitet wurde. Denn Maximilian Kördel (12.) und Markus Kurka (14.) leiteten die Angriffe jeweils per Hacke ein.

Durchaus folgerichtig gingen die Gastgeber in Führung. Dazu nutzte der MFV seine Kopfballhoheit. Spielführer Schmidt drückte eine Freistoßflanke von Kevin Koch zum 1:0 ein (21.). Per Flachschuss aus 22 Metern nach guter Ablage von Mario Kilian verpasste Kördel einen möglichen zweiten Treffer denkbar knapp (31.). Auf der Gegenseite hatte Dennis Schanze Pech mit einem Lattentreffer (42.).

Nach der Pause und mit der Umstellung auf 3:5:2 übernahm der OSC langsam das Kommando. Spätestens mit der Hereinnahme des agilen Tolga Yantut, der die Bälle konsequent forderte und verarbeitete (66.). Der MFV agierte plötzlich nervös und schien dem Favoriten einen offenen Schlagabtausch liefern zu wollen. Doch nur kurz. Vellmar drängte die Gastgeber in ihre eigene Hälfte. Und Melsungen wusste auf einen starken Luca Graf im Tor zu bauen, der besonders bei Paraden gegen Serkan Aytemür (71., 82.), der ansonsten ebenso wie im vorletzten Heimspiel Weidenhausens Torjäger Sören Gonnermann weitgehend abgemeldet war, Egli Milloshaj (72.), Yantut (76.) und Dennis Schanze (90.+1) glänzte.

Nur einmal hatte Graf keine Chance. Milloshaj gelang nach Maßflanke von Yantut der Ausgleich (77.). „Nach dem 1:1 haben wir Kräfte mobilisiert, die wir eigentlich nicht mehr hatten“, lobte MFV-Coach Peter Wefringhaus den Einsatzwillen seiner Schützlinge. Und es hätte sogar noch mehr als der eine Punkt werden können. Schmidt setzte Kilian per Steckpass in Szene, doch der Stürmer verzog links anstatt per Schlenzer den möglichen Siegtreffer zu erzielen (80.).

MFV:Graf - Hruschka, Bijan, Kurka, Müller - K. Koch (75. Maik Haas), Urban, Schmidt, L. Koch - Kördel (46. Simon Sabi), Kilian.

Vellmar:Nödel - Siebert, Wagener, Brinkmann, Ziegler (66. Yantut) - Schweitzer, Glogic, Milloshaj, Schanze, Scherer - Aytemür.

SR:Herbert (Nüsttal). 

Z:80.

Tore:1:0 Schmidt (21.), 1:1 Milloshaj (77.).

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