Verbandsliga:

Keller-Derby der Sieglosen zwischen Melsunger FV und FC Körle

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Greift im Derby wieder an: Melsungens Mittelfeldspieler Maximilian Kördel. 

Es geht um die Nummer Eins im Altkreis Melsungen. Im direkten Duell der einzigen heimischen Fußball-Verbandsligisten. Beim Vergleich zwischen dem Melsunger FV und dem FC Körle (Sa. 14.30 Uhr, Waldstadion) ist indes auch die Rote Laterne Thema.

Denn wer verliert, beendet die Hinrunde auf dem letzten Platz.

Die Lage

Drei Unentschieden und zwölf Niederlagen bei 13:39 Toren haben den sieglosen MFV auf den letzten Platz gebracht. Mit nunmehr 15 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer (SG Hombressen/Udenhausen) ist der sofortige Abstieg der Bartenwetzer wahrscheinlich. Ebenso ist Körle nach neun Niederlagen und nur einem Zähler Vorsprung auf den benachbarten Rivalen in Folge kaum noch zu retten.

Die Derby-Bilanz

Ein Derby in der Verbandsliga gab es noch nie zwischen beiden Vereinen. Allerdings elf Partien seit 2006 in der Gruppenliga. Davon gewann Melsungen fünf, Körle vier bei einem Torverhältnis von 21:15 für den MFV. Vergangene Saison waren beide Derbys richtungsweisend. Das 3:0 im Hinspiel machte Melsungen Mut, um souverän Meister zu werden. Das 2:0 im Rückspiel sicherte Körle den zweiten Platz – und somit durch die bedeutungslos gewordene Aufstiegsrunde das Ticket für die Verbandsliga.

Das Personal

Entwarnung gibt MFV-Coach Peter Wefringhaus. Kapitän Hendrik Schmidt (war privat verhindert beim 1:2 in Lehnerz) kehrt zurück in die Startelf. Wieder fit sind die Mittelfeldspieler Kevin Koch und Maximilian Kördel. Zumindest im Aufbautraining ist Marvin Haas. Deutlich schlechter sieht es bei den Gästen aus. Kadir Eren (erkältet) verpasst den Vergleich mit seinem Ex-Verein ebenso wie Kapitän Luis Taube (verletzt), Marcel Riemann (Urlaub) und wohl auch Angreifer Fitim Islami (angeschlagen). Dadurch dürften mit Ilias El Messihi und Paul-Felix Rumpel zwei 19-Jährige beginnen.

Die Taktik

Laut Wefringhaus bestimmte bislang zu 80 Prozent der Gegner, in welche Richtung die Spiele laufen. Das wird nun zwangsläufig anders. „Es wäre lächerlich, wenn ich sage, wir spielen gegen Körle auf Konter. Wir müssen ständig in Bewegung sein und wollen unser Tempo aufziehen“, betont der MFV-Coach, der im 4:4:2-System beginnen dürfte. Körle nimmt auch mit Blick auf die wichtigsten Ausfälle die Außenseiter-Rolle an. „Wir wollen Nadelstiche setzen und müssen den Fokus auf unsere defensive Grundordnung legen“, betont FC-Coach Tobias Fehr. Und liebäugelt damit, dass die Ex-Melsunger Mario Umbach, Christian Dobler-Eggers sowie Dennis Alberding besonders viel Ehrgeiz an den Tag legen.

Die Perspektive

Nur noch drei Begegnungen und diese alle auswärts stehen nach dem Derby für Melsungen in 2019 an. Gefordert ist die Wefringhaus-Elf in Eichenzell (10. November), Udenhausen (17. November) und Willingen (30. November). Körle hat noch fünf weitere Partien vor der Brust. Das ausgefallene Spiel gegen Türkgücü findet nach einem Heimrechttausch am 20. November in Kassel statt. Davor gilt es gegen CSC 03 Kassel (10. November) und Buchonia Flieden (17. November) sowie beim SSV Sand (24. November) und gegen die SG Ehrenberg (1. Dezember).

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