Verbandsliga

Melsungen hatte auf 0:1-Rückstand keine Antwort

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Dem SSV-Spielmacher auf den Fersen: Melsungens Niklas Müller (links) verfolgt Antonio Bravo-Sanchez (SSV), der nach dem Wechsel aufdrehte. 

Melsungen – Das Melsunger Bollwerk hielt. Bis zur 72. Minute. Dann passierte das, was der heimische Fußball-Verbandsligist bis dahin  verhindern konnte. Der SSV Sand fand nach Dauerdrangperiode tatsächlich eine Lücke im Bartenwetzer Abwehrbeton, die Pascal Itter per Kopf zum 0:1 nutzte.

„Das war der Knackpunkt“, bekannte MFV-Kapitän Hendrik Schmidt. Denn eine Reaktion hatte seine Mannschaft nicht mehr parat. Stattdessen schlug Torjäger Itter in der Schlussphase zum zweiten Mal zu (84.) und machte damit den 2:0 (0:0)-Sieg des Tabellenzweiten beim Aufsteiger perfekt.

„Ich kann meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen“, war Trainer Peter Wefringhaus als Tröster gefragt. Für sein letztes Aufgebot, das sich in jeden Schuss der Gäste warf, das sich für keinen Zweikampf zu schade war, das im 5:3:2-System erstaunliche taktische Disziplin unter Beweis stellte. „Wir mussten Geduld haben“, bekannte SSV-Coach Mario Deppe.

Allerdings: Nach vorne ging beim Gastgeber fast nichts. Das Umschalten klappte nicht, weil, so Melsungens Trainer, „uns bei Balleroberung der Zug zum Tor fehlte.“ Die einzige (Halb-) Chance in der ersten Halbzeit bot sich Tobias Frommann nach einem Lupfer von Maik Haas, doch sein Drehschuss (vorbei) war für Torwart Rick keine Gefahr (16.).

Doppeltorschütze Itter

Sein MFV-Kollege hatte da wesentlich mehr zu tun, lieferte sich insbesondere mit Jan-Philipp Schmidt ein packendes Duell, in dem Sascha Beetz vor der Pause dreimal Sieger blieb (14., 21., 32.). Der wehrte nach Wiederanspfiff mit einer Glanzparade auch Bernhardts fulminantes Geschoss in den Winkel ab (58.).

Der Gäste-Druck hatte zwischenzeitlich noch mehr zugenommen, was insbesondere dem fleißigen Antreiber Antonio Bravo-Sanchez zu verdanken war. Doch auch der Spielmacher hatte den finalen Dreh noch nicht raus, so dass sein Coach nach 62 Minuten endlich den filigranen Tobias Oliev brachte.

Erst mal jedoch ohne Effekt, ja der MFV konnte sich danach sogar etwas befreien, was aber im Nachhinein wohl nur als Ruhe vor dem Sturm zu deuten war. In dem wurden schließlich die Hoffnungen des krassen Außenseiter auf einen Punkt hinweg gefegt.

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