Verbandsliga

Melsunger FV will gegen den Favoriten Sand Nadelstiche setzen

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Melsunger Hoffnungsträger: Sturmspitze Leon Koch (links), hier verfolgt von Christian Kuhnhenne (SC Willingen).

Melsungen - Auch wenn bei Verbandsliga-Aufsteiger Melsunger FV die Formkurve nach oben zeigt, dürften die Trauben gegen den Tabellenzweiten Sand (So. 15) sehr hoch hängen.

Das hat Peter Wefringhaus nun davon. Den einen, Pascal Itter, holte er 2016 nach Sand, den anderen, Jan-Philipp Schmidt, ein Jahr später. Und in dieser Saison drehen beide als neues Sturmduo des SSV mächtig auf, haben fast die Hälfte (14) der Tore des Tabellenzweiten (29) geschossen.

Allerdings: Der damalige Coach in Bad Emstal (von 2013 bis 2017) sitzt mittlerweile wieder beim Melsunger FV auf der Trainerbank. Und muss seine Schützlinge vor dem Heimspiel des Verbandsliga-Aufsteigers gegen den SSV Sand (So. 15 Uhr, Waldstadion) folglich auf die immense Offensivkraft der Gäste einstellen.

Die nicht nur Itter/Schmidt entfalten. „Sand hat mindestens sechs Torschützen vom Dienst“, weiß der MFV-Coach, zu denen er natürlich auch den ehemaligen Schwalmstädter Hessenligaspieler Tobias Oliev (5) oder Neuzugang Gino Schwab (von Johannesberg) zählt.

Sein erstes Saisontor erzielte am letzten Spieltag (6:1 gegen Türkgücü) Felix Mertsch, der als Kreisoberliga-Torschützenkönig in der letzten Saison noch den SC Edermünde in die Gruppenliga schoss. „Er zeigt gute Ansätze und kann in seine Rolle als hängende Spitze hineinwachsen“, sagt SSV-Trainer Deppe über seinen neuen Schützling. Ebenso zufrieden ist er mit Kevin Kutzner, der von der TSG Sandershausen zum Kurort stieß und dort als linker Verteidiger schnell Fuß gefasst hat.

Seine „hohe Qualität“ (Mario Deppe) allenfalls angedeutet hat bisher Ex-Löwe Nicolai Lorenzoni, der sich kurz vor Saisonbeginn die Hand brach und erst seit zwei Spieltagen zum Kader zählt. Doch auch ohne den ehemaligen Regionalliga-Spieler schaffte es Sand als einziges Team, in die Phalanx der Osthessen einzudringen. Kein Wunder also, dass Peter Wefringhaus die Mannschaft „zusammen mit Hünfeld und Flieden“ zu den Aufstiegsfavoriten zählt.

Und sich nicht nur deshalb mit seinem Team in der Rolle des „krassen Außenseiters“ weiß. Der allerdings den anderen Favoriten wie Johannesberg, Bad Soden oder Weidenhausen zuletzt das Siegen immer schwerer machte. „Eine Steigerung der Mannschaft ist erkennbar“, sagt Melsungens Trainer, der gegen Sand auf Artur Radig, Alexander Raabe und Marvin Haas verzichten muss. Aber auch: „Leider hat diese Steigerung noch nicht zum ersten Saisonsieg gereicht.

Was gegen Sand ebenfalls wenig wahrscheinlich, aber keineswegs völlig ausgeschlossen ist. Dann nämlich, „wenn wir kompakt stehen und Nadelstiche setzen können“. Vorrangig über den schnellen Leon Koch, der beinahe blitzartig zu einer festen Größe im MFV-Angriff avancierte. Auf einen offenen Schlagabtausch wie zuletzt in Flieden (0:4) wollen sich die Bartenwetzer indes auf keinem Fall einlassen. Dazu ist der Gegner in der Offensive einfach zu stark.

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