Torgefahr fehlt

Melsunger FV zum Duell der Extreme bei Buchonia Flieden

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Nebiyu Simon Sabi

Spitzenreiter gegen Schlusslicht. Absteiger gegen Aufsteiger. Aufstiegsanwärter gegen Abstiegskandidat. Klarer könnten die Rollen nicht verteilt sein, wenn Buchonia Flieden in der Fußball-Verbandsliga den Melsunger FV zu Gast hat (Sa. 15 Uhr).

„Flieden hat viele extrem große Spieler und verfügt über ein stabiles Gefüge. Auch den Ausfall von Fabian Schaub haben sie weggesteckt“, sagt MFV-Coach Peter Wefringhaus. Schaub war mit 135 Treffern in 255 Hessenliga-Partien seit 2010 der Schlüsselspieler und ist der Sohn von der verstorbenen Frankfurter Legende Fred, der die Eintracht 1980 zum Sieg im Uefa-Pokal gegen Mönchengladbach schoss. Seit vier Wochen fehlt der Sturmtank wegen eines Mittelfußbruchs, dennoch ist die Buchonia ungeschlagen, während der MFV noch auf den ersten Sieg wartet.

„Wir blenden die Tabelle aus. Spielerisch und taktisch sind wir auf einem guten Weg, aber es fehlt halt ein Torjäger“, weiß Wefringhaus um eines der größten Probleme in Melsungen. Mit drei Treffern ist der angeschlagene Kapitän Hendrik Schmidt intern vor Talent Leon Koch führend. Zum Vergleich: Dominik Lohne von Mit-Aufsteiger Hombressen hat mit elf Toren allein mehr getroffen als alle Spieler des MFV zusammen mit zehn.

Ein Mutmacher bei nunmehr saisonübergreifend einem Dutzend siegloser Punktspiele ist das jüngste 1:1 gegen Weidenhausen. Vom Kader her wird sich kaum etwas ändern. Alexander Raabe und Janik Schnell können den Konkurrenzkampf nicht anheizen, weil sie sich jeweils einen Bänderriss zuzogen. Auf einem guten Weg ist dafür der 19-jährige Angreifer Nebiyu Simon Sabi, der als technisch versierter Linksfuß schon fünf Treffer für die Kreisoberliga-Reserve erzielte.

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