Verbandsliga

Melsunger Leistungssteigerung trotz erneuter Niederlage

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Kampfbetont: In dieser Szene wird MFV-Torschütze Leon Koch (r.) unsanft von Johannesbergs Mihai Alexandru Moise gestoppt.

Melsungen - Nach hartem Kampf und trotz einer klaren Leistungssteigerung gegenüber  den letzten Spielen musste sich Verbandsliga-Aufsteiger Melsunger FV der SG Johannesberg mit 2:3 geschlagen geben.

Nach 60 Minuten ging im Melsunger Waldstadion das Licht aus. Was die Akteure auf dem Rasen und auch Schiedsrichter Daniel Heist jedoch zunächst nicht störte. Verbissen verteidigte der gastgebende MFV den 1:1-Zwischenstand, während der Favorit, die SG Johannesberg, weiterhin ohne erfolgreichen Abschluss Kurs auf das Tor des heimischen Fußball-Verbandsligisten nahm. Dann geriet der Referee aus Kassel offenbar doch ins Grübeln, sah die Sicht an diesem lauen Sommerabend getrübt und unterbrach die Partie (67.).

Mit der klaren Forderung an die Platzherren, das Flutlicht wieder erstrahlen zu lassen. Doch das ließ sich Zeit. Viel Zeit, in der es nun wirklich dunkel wurde. Erst erbarmten sich vier der sechs Flutlichtmasten ihre Pflicht zu erfüllen, dann ein weiterer, ehe der letzte sich geschlagene 28 Minuten - Leuchte für Leuchte - bitten ließ. Der von den Zuschauern bejubelte Wiederanpfiff war kaum ertönt, da rappelte es im Bartenwetzer Gehäuse. Der eingewechselte Sorin Sergiu Leucuta kam im Melsunger Strafraum frei zum Schuss und ließ sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen - 1:2 (69.). Sechs Minuten später folgte sein zweiter Streich und der Aufsteiger war trotz Aufbäumens und Schmidt Anschlusstreffer (84.) mit 2:3 (1:1) geschlagen.

Leon Koch mit Traumtor

„Johannesberg war nach der Unterbrechung viel besser im Spiel“, erkannte Trainer Wefringhaus, konnte ansonsten aber der fünften Niederlage im sechsten Spiel einiges Positives abgewinnen: „Das war über 60 Minuten unsere beste Saisonleistung.“ Die sogar für Minuten die Hoffnung auf den ersten Sieg der laufenden Spielzeit nährte. Nach Kochs „Tor des Monats“ zum 1:0 nämlich (12.), einem feinen Linksschuss des 19-Jährigen aus spitzen Winkel in den Winkel, der die Gastgeber zu beflügeln schien.

„Dieser Treffer hat uns gepuscht“, bestätigte der Neuzugang aus der A-Jugend des KSV Hessen Kassel. So war‘s plötzlich vorbei mit der anfänglichen Überlegenheit des Favoriten, der entweder bereits am eigenen Strafraum gestört wurde (durch ein Melsunger 3:4:3-System) oder aber in der gegnerischen Hälfte, wenn sich Alexander Raabe und Niklas Rading geschickt zurückfallen ließen, von der gegnerischen Fünferkette entzaubert wurden.

Was fehlte, war das durchaus mögliche zweite Tor, welches bei Raabes Kopfball (22.) und Kilians Schusschance im SG-Strafraum (23.) in der Luft lag. Und zumindest den knappen Vorsprung in die Pause zu retten, was Robin Sorg verhinderte, als er eine scharf geschossene Ecke des agilen Niklas Zeller gedankenschnell verwertete (44.).

Für den Tabellendritten offensichtlich das klare Signal, in der zweiten Hälfte einen Gang höher zu schalten. Und sein gefürchtetes Tempospiel in die Tiefe aufzuziehen. Der Neuling schwamm, ging aber noch nicht unter. Um nach der Zwangspause kalt erwischt zu werden. Was weder etwas am Tabellenstand (Letzter) noch an der Tatsache änderte, dass Peter Wefringhaus ein kleines Licht am Ende des Tunnels ausgemacht hatte.

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