Erstmals beide Koch-Brüder fit

Trainer Wefringhaus erwartet Reaktion des MFV gegen Vellmar

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Fliegt jetzt für Vellmar: Torwart Sebastian Nödel, der bis zum Sommer beim MFV war und am Sonntag für den OSC zum Einsatz kommen könnte. 

Absteigen ist keine Schande. Auch für den Melsunger FV nicht, der nach 13 Spieltagen in der Fußball-Verbandsliga schon 13 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat. 

Womit sich MFV-Trainer Peter Wefringhaus vor dem Spiel gegen den OSC Vellmar (So. 15 Uhr, Waldstadion) allerdings nicht anfreunden kann, sind lethargische Vorstellungen wie beim 1:4 in Ehrenberg. „Die Leistung in Ehrenberg war echt schlecht“, moniert Wefringhaus, der sein Team auch zuvor beim 0:2 gegen den SSV Sand merklich schlapp fand. Doch Besserung ist in Sicht. Im Training wirkte seine Mannschaft jetzt deutlich frischer. „Diese Reaktion will ich gegen Vellmar auf dem Platz sehen“, betont der Coach des Schlusslichts.

Personell hält sich Entspannung indes in Grenzen. Im Vergleich zum 1:4, als mit Niklas Hruschka und Kevin Koch nur zwei Einwechselspieler zur Verfügung standen, kehrt allein Leon Koch (war beruflich verhindert) zurück. Macht in summe 13 Feldspieler sowie die Torhüter Sascha Beetz und Luca Graf, die es bis auf Weiteres richten müssen. Von den Langzeitverletzten wird so schneller keiner fit, was Personalsorgen bei der Reserve bedingt, die als Tabellenvorletzter in der Kreisoberliga ebenfalls abstiegsbedroht ist. „Zusammenarbeit und Zusammenhalt sind zwischen beiden Mannschaften echt gut. Aber es stehen leider viele auf der Liste, die ich nie gesehen habe“, betont Wefringhaus, der auf Verstärkungen in der Winterpause hofft.

Fokus auf Aytemür und Nödel

Nachdem es Melsungen bei Mitaufsteiger Ehrenberg phasenweise (erfolglos) mit einer Dreierkette in der Deckung versuchte, steht gegen Vellmar die Wahl zwischen Vierer- und Fünferreihe. Mit einer großen Herausforderung für die Zentrale um Wojciech Bijan und Markus Kurka. Denn OSC-Torjäger Serkan Aytemür hat allein (15) deutlich mehr getroffen als alle MFV-Akteure zusammen (11). Der 23-Jährige bringt Hessenliga-Erfahrung aus Lohfelden mit, nachdem ihm 57 Tore für Türkgücü in der Kreisoberliga gelungen waren.

Besonders interessant für den MFV ist ein zweiter Vellmarer: Sebastian Nödel. Nicht ausgeschlossen, dass der junge Torwart gegen seinen Ex-Verein spielen darf. „Nödi haut sich im Training super rein und macht Druck auf Tobi Schlöffel“, betont Coach Jörg Müller. Der Ex-Körler hat mit Stratege Enes Glogic (war gesperrt) im Vergleich zum 2:1 gegen Türkgücü einen Schlüsselspieler zur Verfügung. Auch Urlauber Christopher Löbel ist zurück. Zurück im Training sind Stefan Matzenmiller und Simon Kauf, der sich im Test gegen Gudensberg an der Schulter verletzt hatte.

Nach drei Siegen in Folge strotzt der Tabellensiebte zudem vor Selbstvertrauen. „Wir müssen aber höllisch aufpassen, weil es ja nicht so ist, dass Melsungen deutlich unterlegen wäre. Wir wollen nicht die Ersten sein, die gegen sie verlieren“, sagt Müller. 15 Punktspiele ohne Sieg sind es saisonübergreifend für Melsungen. Zuletzt gab es am 10. Mai beim 3:0 gegen den FC Homberg etwas zu feiern. Müller ist übrigens in Homberg aufgewachsen.

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