Fritzlar mit Puntschuh

Vier Handball-Erstligisten sind beim Domstadt-Cup in Fritzlar favorisiert

Kann sich beim Domstadt-Cup zeigen: Die erst 16-jährige Melina Hahn (Mitte), hier am Ball im Test vor den Lumdatalerinnen Svenja Mohr (l.) und Carmie-Mara Schneider.
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Kann sich beim Domstadt-Cup zeigen: Die erst 16-jährige Melina Hahn (Mitte), hier am Ball im Test vor den Lumdatalerinnen Svenja Mohr (l.) und Carmie-Mara Schneider.

Der Domstadt-Cup ist zurück. Nach einer pandemie-bedingten Pause findet das hochkarätig besetzte Handballturnier zum neunten Mal statt. Neben Gastgeber SV Germania Fritzlar kämpfen am Wochenende vier Bundesligisten und drei Zweitligisten um den Sieg. Neben Titelverteidiger HSG Bad Wildungen Vipers zählen der Buxtehuder SV, Bayer Leverkusen und Bensheim/Auerbach zu den Favoriten.

Fritzlar – Doch Buxtehudes Trainer Dirk Leun plagen Verletzungssorgen. Allein sieben Akteurinnen, darunter die 48-fache deutsche Nationalspielerin Lone Fischer, fehlen in der Vorbereitung. In Fritzlar mit dabei sind aber die beiden frisch gebackenen Beachhandball-Europameisterinnen Katharina Filter und Liv Süchting.

Mit der Ex-Wildungerin Maxi Mühlner ist ein Top-Talent am Kreis gesetzt. Im linken Rückraum lastet der Druck vor allem auf Neuzugang Charlotte Kähr. Die 20-jährige Schweizerin kam vom LK Zug, mit dem sie sowohl Meister als auch Pokalsieger wurde. Sie gilt als starke Abwehrspielerinnen und hat bereits 14 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft der Eidgenossinnen absolviert.

Umbruch bei Bayer Leverkusen

Einen kleinen Umbruch müssen die Handballerinnen von Bayer Leverkusen verkraften. Sieben Abgängen stehen sechs Neuzugänge gegenüber, darunter die Kroatin Nela Zuzic, die in der vergangenen Saison noch das Tor von Zweitliga-Absteiger SG 09 Kirchhof hütete. In Fritzlar kommt es dabei zum Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Mitspielerin Diana Sabljak, die inzwischen für den ambitionierten Zweitligisten VfL Waiblingen auf Torejagd geht.

Die Werkselfen schmerzt zwar der Abgang von Nationalspielerin Mia Zschocke zum Deutschen Meister Borussia Dortmund, mit der erfahrenen Rechtsaußen Svenja Huber und Fanta Keita, die bei der Afrikameisterschaft mit Kamerun auf dem fünften Platz landete, sowie der 107-fachen litauischen Nationalspielerin Zivile Jurgutyte stehen Trainer Martin Schwarzwald schlagkräftige Akteurinnen zur Seite. Allerdings fällt Linksaußen Zoë Sprengers, die verletzt vom Olympia-Trainingslager der niederländischen Nationalmannschaft zurückkehrte, wohl mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus.

Viele Ex-Kirchhoferinnen am Start

Für Bundesligist Bensheim/Auerbach am Ball sind die beiden Ex-Kirchhoferinnen Dionne Visser und Christin Kühlborn. In der Region bekannt sind auch Spielmacherin Sarah van Gulik und Torhüterin Helen van Beurden, die einst für die Vipers aufliefen. Verstärkt hat sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm mit Torhüterin Vanessa Fehr (Leverkusen), der Niederländerin Myrthe Schoenaker (Blomberg-Lippe) und Saskia Fackel (Kurpfalz Bären). Passen müssen die drei Langzeitverletzten Sarah Dekker, Lotte Heider und Alicia Soffel.

Angesichts derartiger Konkurrenz legt Gastgeber Fritzlar den Fokus vor allem auf die persönliche Entwicklung. „Die Ergebnisse sind nicht relevant. Wir wollen kleine Schritte nach vorne machen“, sagt Lucky Cojocar: „In allen Bereichen, sowohl in der Abwehr wie im Angriff, haben wir noch einiges zu tun“. Der SVG-Coach hat in dieser Saison einen Umbruch zu bewältigen. Für das Turnier wurde extra Kreisläuferin Hannah Puntschuh reaktiviert. Vor allem muss der 51-Jährige aber einige junge Talente integrieren, wie Melina Hahn, Johanna Icke und Paulina Kauffeld. Letztere wird beim Domstadt-Cup allerdings fehlen, weil sie den Jagdschein macht. (Marcel Glaser)

Service:

Karten sind an der Tageskasse erhältlich. Zudem wird an beiden Tagen zwischen 10 und 13 Uhr ein Corona-Testzelt vor der Halle geöffnet sein. Die Gastgeberinnen hoffen auf 200 Zuschauer.

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