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Wabern will Oktober vergolden: TSV selbstbewusst ins Kellerduell mit Schlusslicht Willingen

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Von: Sebastian Schmidt

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Völlig losgelöst: Kapitän Fabian Korell und der TSV Wabern wollen ihren Lauf fortsetzen.
Völlig losgelöst: Kapitän Fabian Korell und der TSV Wabern wollen ihren Lauf fortsetzen. © Pressebilder Hahn

Es ist eine riesengroße Chance. „Wir wollen den Oktober vergolden“, macht Spielertrainer Patrick Herpe deutlich, der mit dem TSV Wabern in diesem Monat alle Pflichtspiele gewonnen hat.

Wabern – Und am Sonntag (15 Uhr, Reiherwald) mit dem TSV im Kellerduell als Tabellenvorletzter gegen das neue Schlusslicht SC Willingen nachlegen möchte.

1. Bisherige Duelle: Lang, lang ist’s her: In der Saison 2008/09 spielten beide Klubs zuletzt in einer Klasse. Anschließend stieg Willingen aus der Verbandsliga ab, Wabern folgte 2011. In den sieben jüngsten Duellen seit 2004 gewann der SCW drei, der TSV zwei. Auch das Letzte. Beim 2:0 am 22. April 2009 trafen Karsten Gerlach und Frank Schultz. Als Libero fungierte der heutige Trainer Mario Völker, daneben verteidigte mit Florian Amert der einzig noch aktive Waberner. Im Hinspiel hatten Ömer Akgüvercin (2) und Christoph Keindl Willingen nach Rückstand durch Gerlach einen 3:1-Sieg ermöglicht.

2. Ausgangsposition: Nach nur zwei Punkten aus den ersten zehn Spielen zierte Wabern abgeschlagen das Tabellenende. Durch drei Siege in Serie (4:1 in Sand, 2:1 gegen Hünfeld, 2:1 in Kleinalmerode) ist der Neuling in der Liga angekommen, hat die Nicht-Abstiegsplätze fast schon im Blick und ist nicht mehr Letzter.

Denn die Rote Laterne hat Willingen übernommen. Das Team von Trainer Dardan Kodra holte nur sechs Punkte aus den jüngsten elf Partien, spielte allerdings jeweils 2:2 gegen die Top-Teams CSC 03 Kassel und SG Bad Soden. Besonders bitter für den SCW: Trotz 3:1-Führung bis zur 88. Minute und nach einem verschossenen Elfmeter durch Florian Heine mussten sich die Upländer im Kellerduell gegen den SSV Sand mit einem 3:3 begnügen.

3. Personelle Situation: Wabern tritt personell unverändert im Vergleich zum Sieg in Kleinalmerode an. Möglich, dass zum dritten Mal in Serie die gleiche Startelf aufgeboten wird. Am dichtesten dran sind dahinter der zentrale Mittelfeldspieler Adrian Herdt und Angreifer Martin Mühlberger. Auf der Gegenseite fehlen langzeitverletzt Leistungsträger wie Eric Kroll (Muskelfaserriss), Matthias Bott (Rücken) und der letztjährige Senkrechtstarter Jonathan Vach (Aufbautraining nach Schambeinentzündung). Ins Aufgebot kehrt Christian Kuhnhenne für Jan Theiß zurück.

4. Taktik: „Wir wollen und müssen mit offenem Visier auf drei Punkte gehen“, macht Willingens Trainer Dardan Kodra deutlich. Dessen jüngere Brüder Valton und Valdrin spielten in der Jugend übrigens zusammen mit den Wabernern Jan Luca Schmeer, Luca Wendel und Marius Rohde. Somit weiß er etwa um die guten Ecken von Schmeer, die in den letzten drei Spielen zu drei Toren führten. Hier lauert Gefahr für den SCW, der auffallend viele Treffer nach ruhenden Bällen kassiert.

„Wir dürfen nicht nachlassen“, mahnt Waberns Spielertrainer Herpe, der mit drei Toren und sieben Vorlagen ebenso wie Fabian Korell (6/4) auf zehn Scorerpunkte kommt. Mehr Torgefahr auch von anderen Positionen steht nun auf der Agenda der Reiherwalder, die sich im 4-1-4-1-System gefunden haben.

5. Perspektive: Nach dem Kellerduell sind noch drei Spieltage angesetzt. Die Hinrunde wird beendet, die erste Partie der Rückrunde steht an. Wabern reist nach Lichtenau (5.11.), ehe die beiden Heimspiele gegen Bronnzell (13.11.) und Sandershausen (20.11.) das Sportjahr beschließen. Verbunden mit der Perspektive, zur Winterpause noch näher ans rettende Ufer zu rücken und weitere Plätze gut zu machen. (Sebastian Schmidt)

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