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Was ist da denn los? Meistermacher Jörg Hess tritt beim VfB Schrecksbach zurück

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Von: Sebastian Schmidt

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Nicht mehr im Amt: Jörg Hess ist als Trainer des VfB Schrecksbach zurückgetreten.
Nicht mehr im Amt: Jörg Hess ist als Trainer des VfB Schrecksbach zurückgetreten. © Bernd Krommes

Drei Jahre schien es eine Bilderbuch-Zusammenarbeit zu sein. Da wurde unter der Regie von Trainer Jörg Hess beim VfB Schrecksbach der Absturz in die B-Liga verhindert. Eine Aufbruchstimmung erzeugt, die viele Fußballer aus der Gemeinde zum VfB, vor allem aber zurück in den Verein führte.

Schrecksbach – Mit dem Höhepunkt der Rückkehr in die Kreisoberliga. Doch nun müssen sie auf ihren Meistermacher verzichten. Denn Hess ist überraschend von seinem Posten zurückgetreten. Was ist da denn los?

„Der Zeitpunkt ist sehr, sehr enttäuschend. Ich hatte noch Ziele mit dem VfB“, erklärt der 55-Jährige. Und skizziert die vergangenen Wochen aus seiner Sicht. Mit Blick auf die höhere Spielklasse habe er das Training angepasst. Wollte im Team mit Andre und Daniel Petersohn gerade die vielen jungen Spieler voranbringen. Doch da gab es unterschiedliche Meinungen.

Unterschiedliche Meinungen

Als Hess dann gesundheitlich angeschlagen passen musste und eine Woche in Marburg im Krankenhaus lag, gingen einige Kicker zum Vorstand. Also suchte der Vorstand am Freitag das Gespräch. „Es ging um die Weiterentwicklung. Um Taktik und Disziplin“, sagt Vorstandsmitglied Wolfgang Heipel. Und da gingen die Meinungen auseinander. „Wir sind uns nicht böse“, bekräftigt Heipel. Dankbar über Hess" Hilfe in der „schwierigen Zeit.“

Und genau deshalb und nach 23 Siegen aus den 25 jüngsten Punktspielen hätte sich der erfahrene Coach mehr Rückendeckung erwartet. Sah keine Alternative als den Rücktritt, „weil ich mich nicht verbiegen lasse.“ Die Mannschaft erfuhr davon nach ihrem 3:0-Sieg (bei dem Hess erkrankt fehlte) im Pokal über die SG Antrefftal/Wasenberg, der als nächsten Höhepunkt der jüngeren VfB-Geschichte das Derby im Viertelfinale gegen den TSV Mengsberg ermöglicht. Dann und ab sofort unter der Regie der Spielertrainer-Zwillinge Andre und Daniel Petersohn, die bislang Teil des Trios mit Jörg Hess waren. (Sebastian Schmidt)

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