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Was war da denn los? Ärger über Spielausfall in Obermöllrich

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Von: Sebastian Schmidt

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Hier hatten sie noch Hoffnung in Obermöllrich: FV-Spieler Can Demirci, der beim Warmmachen mit Teammanager Oliver Seifert spricht.
Hier hatten sie noch Hoffnung in Obermöllrich: FV-Spieler Can Demirci, der beim Warmmachen mit Teammanager Oliver Seifert spricht. © Bernd Krommes

Nichts mit Fußball war‘s für fast alle im Schwalm-Eder-Kreis am Wochenende. Kein Verbandsliga-Spiel mehr in diesem Jahr für den TSV Wabern, kein Hessenpokal bei den Frauen, kein Kreispokal bei den Herren und auch keine Nachholspiele in der Kreisoberliga. Ganz bitter war allerdings der kurzfristige Ausfall der Partie auf dem schneebedeckten Platz in Obermöllrich.

Schwalm-Eder – Was war da denn los? Viel Hoffnung hatten sie beim FC Domstadt Fritzlar in der Kreisoberliga, nach zwei Siegen in Serie auch im Nachholspiel gegen den FV FeLoNi antreten zu können. „Am Morgen wurde der Platz von zahlreichen Helfern hergerichtet und war unserer Meinung nach bespielbar. Wir können das nicht verstehen“, sagte Domstadt-Vorstandsmitglied Norbert Kuznik, der zudem für den Verein den Verlust von „jeder Menge Einnahmen“ beklagt. Ins gleiche Horn stößt Trainer Jens Alter: „So wie es gelaufen ist, ist das eine absolute Frechheit. Beide Mannschaften wollten, die Zuschauer haben sich gefreut und dann wird ein Spiel eine Minute vor dem eigentlichen Anstoß abgesagt.“

200 Zuschauer waren nämlich bereits vor Ort, als sich beide Mannschaften intensiv warm machten. Die Gäste etwa hatten ihren Zweitliga-Handballer Maxim Schalles im Aufgebot, der das Derby als zusätzliche Trainingseinheit nutzen wollte, ehe er am Sonntagabend mit dem TV Großwallstadt gegen den TuSEM Essen spielte.

Der Schiedsrichter hat das letzte Wort

Doch nach einer ausgiebigen Platzbegehung beschloss Schiedsrichter Paul Hohaus (Röllshausen), dass er nicht anpfeifen wird. Dieses Urteil fällte er auch nach Rücksprache mit Kreislehrwart Sascha Bauer, der auf Anfrage erklärte: „Die Entscheidung, ob eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht, obliegt allein dem Schiedsrichter. Und wir vom Ausschuss stehen voll und ganz hinter dieser Entscheidung.“

Nach etwas Abstand zeigte auch FV-Trainer Björn Kördel Verständnis für den Unparteiischen, der sich vor Ort von nichts und niemanden umstimmen ließ. „Generell kann ich die Argumentation des Schiedsrichters verstehen, auch wenn das vor 20 Jahren keinen interessiert hätte. Aber ich frage mich, warum das Spiel noch angesetzt war, wo alle anderen Spiele abgesagt wurden.“ Das wiederum erklärt Klassenleiter Andreas Garde auf Anfrage: „Ich werde keinem Verein vorschreiben, was er zu tun hat und hätte es verstanden, wenn Domstadt abgesagt hätte. Hier haben wir nun gesehen, dass der Schiedsrichter immer das letzte Wort hat.“ (von Bernd Krommes und Sebastian Schmidt)

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