Zwischenbilanz Tischtennis-Oberliga: Talent Bierwirth als positive Überraschung

Wasik Sinnbild des TSV Besse

Den Ball im Blick: Petr Wasik, der für den TSV Besse häufig den Unterschied ausmacht. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Der TSV Besse steht und fällt mit Petr Wasik. Ein Indiz dafür ist die Hinrunden-Ausbeute des heimischen Tischtennis-Oberligisten, die mit 7:13-Zählern exakt mit der Einzel-Bilanz seines angeschlagenen Spitzenmannes übereinstimmt. Der von Schmerzen im Schlagarm geplagte Tscheche (Vorjahr: 28:12-Siege) war zunächst mit nur einem Sieg aus den ersten acht Einzeln ein Schatten seiner selbst. Nahm dann dosiert agierend mit, was möglich war. Erst in den letzten drei Spielen konnte Wasik mit 4:2-Siegen etwas aufatmen. Im Gleichschritt mit seiner Mannschaft, die 4:2-Punkte aus diesen Partien einsammelte. Diese Steigerung bewahrten den Tabellenachten in der extrem engen unteren Tabellenhälfte vor einem der drei Abstiegsplätze, jedoch nicht vor dem Relegationsrang.

Besses Nummer zwei Michal Baron schöpfte mit 11:9-Siegen sein enormes Potenzial keineswegs voll aus, konnte aber fast immer zumindest ein Einzel gewinnen. Der Ranglistenachte ging lediglich gegen Herbstmeister TG Obertshausen mit dem in zwanzig Einzeln unbezwungenen Ex-Nationalspieler Hans-Jürgen Fischer und Gregor Surnin leer aus. Barons Höhepunkt war der Sieg über den Langenselbolder Bestenlistenvierten Michael Mengel.

TSV-Neuzugang Mateusz Kaszuba ließ die Besser-Vorjahresmisere im mittleren Paarkreuz mit 9:10-Bilanz vergessen. Dabei lieferte der angriffsstarke „Marathon-Mann“ aus Polen gleich zehn teilweise sehr spektakuläre Fünfsatz-Duelle, von denen er mehrere unglücklich in der Verlängerung verlor. Was einen möglichen Top-Ten-Rang kostete. Einen schweren Stand hatte Peter Beck mit 5:13-Bilanz. Doch der Routinier konnte mit unermüdlichem Kampfgeist und gefürchteten Aufschlagvarianten einige wichtige Einzelsiege an der schwierigen vierten Position beisteuern.

Als positive Überraschung entpuppte sich das Oberligadebüt des 16-jährigen Florian Bierwirth. Der Ex-Breitenbacher glänzte im unteren Paarkreuz als Fünfter der Bestenliste mit 10:6-Siegen. Und demonstrierte dabei zuletzt mit fünf Einzelgewinnen in Folge, davon drei im Entscheidungssatz, erstaunliche Nervenstärke. Kapitän Sebastian Pfaff startete mit 5:1-Siegen furios, hatte dann mit 0:6 einen Negativlauf, um zum Schluss seine Bilanz mit 8:7 noch positiv zu wenden.

Was bei den Doppeln (13:19) nicht gelang. Beck/Bierwirth (5:5) spielten als neu formiertes Dreier-Doppel zunehmend stabil, während sich Wasik/Pfaff (1:8) gegen die gegnerischen Top-Duos zu selten durchsetzen konnten. Bei Baron/Kaszuba wechselten zu oft Licht und Schatten, obwohl sie als Einzige das erfolgreichste Doppel der Liga, die Krifteler Fröhlich-Wagenbach/Stockhofe, schlagen konnten. Ihre 5:4-Bilanz als Einser-Doppel war Anlass für Umstellungen - erfolgreich mit Wasik/Baron (2:0-Siege) an der Spitze.

Von Reinhold Döring

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