1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Schwalm-Eder-Kreis

Wenn ein 2:2 eine Niederlage ist: FSG Gudensberg droht der Abstieg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Schmidt

Kommentare

Alles gegeben: Gudensbergs zweikampfstarker Sechser Till Dünzebach (l.) im Duell mit Ehrenbergs Torschützen Sven Bambey.
Alles gegeben: Gudensbergs zweikampfstarker Sechser Till Dünzebach (l.) im Duell mit Ehrenbergs Torschützen Sven Bambey. © Pressebilder Hahn

Es wirkte wie ein Stich ins Herz. Ein Volltreffer mit Folgen. Das Tor in der Nachspielzeit durch einen fulminanten Flachschuss von Felix Beck, der die Fußballer der FSG Gudensberg zum 2:2 (1:0) für die SG Ehrenberg schockte.

Gudensberg – Womit das Team vom Fuße der Obernburg nur noch ein Wunder in Form einer Siegesserie in der Verbandsliga retten kann. „Das fühlt sich wie eine Niederlage an und ist ein Nackenschlag, denn wir erst mal wegstecken müssen“, machte denn auch FSG-Coach Andre Fröhlich aus seinem Herzen keine Mördergrube. Weil sein Team weiterhin neun Zähler Rückstand auf den Rivalen aus der Rhön hat, der nach derzeitigem Stand den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegt. Während es bei einem Gudensberger Sieg lediglich noch sechs Punkte bei einem Nachholspiel und für beide sechs weiterer Spiele gewesen wären.

„Den Punkt nehmen wir gerne mit. Der kann für uns noch Gold wert sein“, frohlockte SG-Coach Meik Voll. Der während des zähen Ringens über fast 100 Minuten reichlich haderte und fürchtete, ihm und seinem Team sei ein gebrauchter Abend angedreht worden. Denn das Kellerduell begann mit 30 Minuten Verspätung, weil die Gäste im Stau steckten.

Döring und Siebert verletzt raus

Da wehrten sich die Gastgeber mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen. Da gab"s schon mal Sonderapplaus für den herausragenden Till Dünzebach nach einer Grätsche gegen Sturmtank David Wollny (11.). Da nutzte Gudensberg seine erste Chance eiskalt aus. Auf Zuspiel von Dünzebach verzückte Tom Siebert die Zuschauer, weil er an der Mittellinie Christoph Neidhardt mit einem Hackentrick düpierte, ehe er sein Tempo im Zweikampf mit Moritz Schäfer ausspielte und so geschickt einen Strafstoß provozierte. Diesen nutzte Nico Döring zum 1:0 (32., FE).

Doch lange konnte sich Döring nicht an seinem Führungstreffer erfreuen. Der Oberschenkel machte dicht. Und weil ein Unglück nicht selten allein kommt, hatte auch Siebert frühzeitig Feierabend. In seinem Falle eine Vorsichtsmaßnahme. Bei beiden dem knüppelharten Platz geschuldet. Immerhin hatte Siebert noch einen zweiten Galamoment. Der Torjäger veredelte einen gelungenen Spielzug über Julian Lauterbach und Paul Modes zum 2:0 (51.).

Sonntag kommt Eichenzell

Doch als nach einer Stunde Spielzeit beide Stürmer einträchtig auf der Bank saßen, war den Gastgebern die Entlastung genommen. Ehrenberg nutzte dies und bewies Moral. Erst traf Marius Bublitz zum 2:1 auf Vorarbeit von Wollny, der Christian Dobler-Eggers im Zentrum überrumpelt hatte (73.). Ehe in der Nachspielzeit Kapitän Beck die Rhöner mit seinem satten Treffer jubeln – und Gudensberg trauern ließ.

Zeit zum Verdauen bleibt kaum. Schon am Sonntag (15 Uhr) gilt es gegen den Tabellenneunten FC Britannia Eichenzell. Dabei hoffen die Hausherren inständig, dass neben Döring (7, Verdacht auf Muskelfaserriss) und dem erkrankten Lukas Illian (5) nicht auch noch Siebert (18) und somit 30 ihrer 37 Saisontore wegbrechen

Gudensberg: Stieghorst - Prüfer, Frank, Lauterbach, Colella, Wissemann - Dünzebach - Dobler-Eggers, Modes (89. N. Hillebrand) - Döring (45. Rohmann), Siebert (60. Otto).

Ehrenberg: Voll - Dinkel, Schäfer (60. Klüber), Keidel, Beck - Neidhardt, Heil, Kemmerzell, Bambey, Bublitz - Wollny.

SR: Krafft (Bad Arolsen). Z: 120. Tore: 1:0 Nico Döring (32., FE), 2:0 Tom Siebert (51.), 2:1 Sven Bambey (73.), 2:2 Felix Beck (90.+2). (Sebastian Schmidt)

Auch interessant

Kommentare