Gastspiel in Eichenzell

Wie reagiert der Melsunger FV auf die Derby-Pleite gegen Körle?

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Einsatz fraglich: Melsungens Niklas Müller ist vor dem Spiel in Eichenzell erkrankt. 

Schwarz sehen gilt nicht. Nicht bei Peter Wefringhaus, dem Trainer des Melsunger FV. Auch nach 16 sieglosen Spielen und vor allem dem ernüchternden Auftritt beim 1:3 im Derby gegen den FC Körle. „Jetzt ist auch der letzte Druck weg. Die Jungs können befreit aufspielen“, sagt der MFV-Coach vor der Partie in der Fußball-Verbandsliga beim FC Britannia Eichenzell (So. 14.30 Uhr).

Das 17. Spiel ist allerdings in der 17er Liga nicht die erste Begenung in der Rückrunde. Der vorgezogene 21. Spieltag macht möglich, dass diese beiden Vereine zum ersten Mal aufeinandertreffen. Zum ersten Mal seit dem 5. Mai 2013. Damals gewannen die Bartenwetzer mit 3:1. Dank Doppeltorschütze Nick Krug und einem treffsicheren Mario Kilian. Lang ist’s her.

Anschließend musste Eichenzell vor sechs Jahren zurück in die Gruppenliga Fulda. Melsungen folgte 2017 hinab in die Kasseler Staffel. Jetzt messen sie sich als schlechtestes Team, das vergangene Serie schon Verbandsligist war (Britannia), und abgeschlagenes Schlusslicht (MFV). „Wir müssen aufpassen, dass das, was zuvor gut war, nicht durch das Körle-Spiel kaputtgemacht wird“, betont Wefringhaus.

Wahrscheinlich deshalb, dass es diejenigen besser machen sollen, die im Nachbarschaftsduell versagten. Fraglich ist allein der erkrankte Niklas Müller. Ansonsten bleibt der Kader unverändert. Ruhig und sachlich hätten sie den neuerlichen Nackenschlag verarbeitet, betont der Fußball-Lehrer.

Starkes Eichenzeller Sturm-Duo

Besonders die löchrige Deckung muss wieder stabiler werden. Und bekommt es mit einem treffsicheren Osthessen zu tun. Mikael Avanesian und Aron Loui Jahn nämlich, die in der vergangenen Serie jeweils 18 Tore für die SG Kerzell erzielten. Eine Liga höher hat der Deutsch-Armenier Avanesian (9) mit seinem kongenialen Partner (3) zusammen fast so oft getroffen wie ganz Melsungen (14). Was dennoch im Team nur zu 13 Punkten reicht. Und zuletzt kämpferisch von MFV-Mitaufsteiger SV Türkgücü Kassel im Kellerduell beim 2:0 im Schach gehalten wurde. Kein Grund also, um schwarz zu sehen. Auch für das Schlusslicht nicht.

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