3. Liga Ost: 

Xenia Ahrend und Vanessa Maier retten SV Germania Fritzlar späten Punkt

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Viel Widerstand: Fritzlars Maria Kiwa (l.) beißt sich hier an Kleenheims Kim Win kes die Zähne aus. 

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihren ersten Punktverlust in der 3. Liga Ost hinnehmen müssen. Allerdings verbucht der Spitzenreiter das 19:19 (9:7) bei der HSG Kleenheim/Langgöns durchaus als Erfolg.

Denn in der packenden Schlussminute lief alles für die Gäste. 21 Sekunden vor dem Ende nahm SVG-Coach Lucky Cojocar an alter Wirkungsstätte eine Auszeit. Die fruchtete. Xenia Ahrend gelang mit einem Schlagwurf aus halbrechter Position das 19:19. Daraufhin nahmen auch die Gastgeberinnen noch eine Auszeit. Und kamen zum Abschluss. Zwei Sekunden vor der Sirene zog Katharina Weber aus sechs Metern ab und fand in der überragenden Torfrau Vanessa Maier ihren Meister.

„Vanne hat ein perfektes Spiel abgeliefert“, lobte Cojocar den Rückhalt, der 60 Minuten zwischen den Pfosten ein Fels in der Brandung war. 16 teils spektakuläre Paraden gelangen. Mit dem Fuß, der Hand, von außen, aus der Nahwurfzone. Dank überragendem Stellungsspiel und mit guten Seitwärtsbewegungen war Maier zur Stelle. Auch der Mittelblock mit zunächst Esther Lieber und Maria Kiwa sowie später auch Janina Dreyer und Luisa Krüger wusste zu überzeugen.

In einem Kampfspiel, in dem sich die HSG auch ohne die verletzte Regisseurin Stina Karlsson nicht abschütteln ließ. „Wir haben es nicht geschafft, uns entscheidend abzusetzen. 18 Fehlwürfe und 14 technische Fehler waren zu viel“, wusste Handball-Lehrer Cojocar, der seinem Team indes kämpferisch die Note Eins mit Sternchen verlieh. Einfache Tore aus dem Rückraum fehlten den Gästen. Da traf Dreyer nur einmal und Maria Kiwa gar nicht. Auch Lieber (4) und Ahrend (2, zudem zwei Siebenmeter) können es besser.

Kleenheim verkraftet Nadelstiche gut

Selbst der Doppelschlag Liebers zum 9:7 (30.) gereichte nicht zur Besserung, weil Lisa-Marie Kneller und die starke Kreisläuferin Weber nach der Pause ausgleichen konnten (35.). Torfrau Maier, deren Gegenüber Rixa Hahn ebenfalls stark parierte, veredelte ihre gehaltenen Bälle durch Harpunen zu Tempogegenstößen. Diese wussten die formstarken Außen Lena Dietrich (2) und Anna Holeczy zu drei Treffern auszunutzen.

Nadelstiche, die jedoch bei Kleenheim kaum Wirkung zeigten. „Ich frage mich, warum solch ein starkes Team zuvor bereits fünf Punkte abgeben konnte“, zollte Cojocar der HSG Respekt. Und war froh, nicht verloren zu haben. Das verhinderten in erster Linie Xenia Ahrend und Vanessa Maier, die bis zum Schluss hellwach waren.

Fritzlar:Maier, Gürbig - Dietrich 3, Holeczy 3, Huck 2, Ahrend 4/2, Lieber 4, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2. 

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