Verbandsliga

Zwei Standards bringen Körle beim Favoriten Lichtenau auf die Verliererstraße

Sefa Cetinkaya
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Sefa Cetinkaya

Eine Niederlage, die Mut macht. Der FC Körle holte zwar erneut keine Punkte, aber das Verbandsliga-Schlusslicht hinterließ beim Tabellenzweiten Lichtenauer FV trotz einer 1:2 (1:0)-Niederlage einen hervorragenden Eindruck. Das gilt vor allem für die Defensive, die nur eine Torchance zuließ und lediglich die FV- Überlegenheit bei Standards anerkennen musste.

Hessisch-Lichtenau - Zunächst aber lief fast alles nach dem Geschmack von FCK-Trainer Eugen Wagner, der in der 20. Minute ausgelassen jubeln konnte: Nach einem Traumpass von Mustafa Özata auf Sefa Cetinkaya, scheiterte sein Stürmer zwar an Torwart Gheorgi Bantis, aber im Nachschuss war der Ex-Homberger erfolgreich, sodass seine Mannschaft sensationell mit 1:0 in Führung ging. Der knappe Vorsprung hatte auch noch 57 Minuten später Bestand, weil die Körler Fünferkette bestens harmonierte.

Doch dann foulte Lukas Greiner seinen Gegenspieler 25 Meter vom eigenen Tor entfernt. Der Spezialist für solche Fälle Nicolai Lorenzoni ließ sich nicht zweimal bitten, sondern hämmerte den Ball zum 1:1 in die Torwart-Ecke. „Mein Fehler“, ärgerte sich Mario Umbach.

Nur fünf Minuten später unterlief Vyacheslav Petrukhin ein überflüssiges Foul im eigenen Strafraum. Dadah Gadea Baringo kannte kein Mitleid, verwandelte den Elfmeter und sorgte somit für das 2:1, das auch noch beim Schlusspfiff galt. Obwohl eine höhere Niederlage befürchtet werden musste, haderte Eugen Wagner mit dem Ergebnis.

Trainer Wagner hadert mit der Niederlage

„Ein Punkt wäre der gerechte Lohn für diese Leistung gewesen“, sagte Körles Trainer, dem vor allem die gute Abstimmung in der neu gebildeten Fünferkette gefallen hatte. Über ein Sonderlob durfte sich Maximilian Sobocinski freuen, der nach einer langen Verletzungspause sein zweites Spiel bestritt.

In der ersten Halbzeit hatte auch Sefa Cetinkaya starke Auftritte. Der Stürmer glänzte nicht nur bei seinem Tor, sondern behauptete auch häufig den Ball gegen eine zahlenmäßige Übermacht des Gegners. Dass dabei meistens die Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte, war angesichts der Körler Taktik kein Wunder. Daniel Kraus, Lukas Greiner und Özata mussten defensive Schwerstarbeit verrichten, und der Weg bis zum Lichtenauer Tor war weit.

Nun aber geht es für den Wagners Mannschaft darum, an die erste Lichtenauer Halbzeit anzuknüpfen. Sollte dies gelingen, wird der erste Saisonsieg nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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