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50. Maischwimmen im Ederberglandbad: 138 Aktive werden erwartet

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Auf die Plätze: Am Wochenende findet nach zwei Jahren Pause die 50. Auflage des Maischwimmens in Frankenberg statt. Archiv
Auf die Plätze: Am Wochenende findet nach zwei Jahren Pause die 50. Auflage des Maischwimmens in Frankenberg statt. © Hans-Norbert Meiser

Eigentlich wollte der Frankenberger Schwimmverein schon 2020 sein 50. Maischwimmen ausrichten. Doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Jubiläumsausgabe erst an diesem Wochenende stattfinden kann.

Frankenberg - Am Samstag (30. April) und Sonntag (1. Mai) werden im Ederberglandbad 138 Aktive aus zwölf Vereinen an den Start gehen.

Der Jubiläumstermin passt hervorragend in die Geschichte. Bis 1988 fand das Maischwimmen – etabliert vor allem durch die Gründungs- und Ehrenmitglieder Wolfgang Rohdich und Peter Boss – stets am 1. Mai statt. Erst mit der 20. Auflage 1989 wurde das erste Wochenende im Mai der Termin, geschwommen wurde an zwei Tagen. Passend zur 50. Auflage fällt der 1. Mai wieder auf einen Sonntag. Wir blicken auf 50 Jahre Maischwimmen zurück.

Rahmenprogramm

Belgische und tschechische Schwimmfreunde mussten in Gastfamilien oder in der Hans-Viessmann-Schule untergebracht werden. Im Hauswirtschaftstrakt wurden bis Mai 2018 zahlreiche Frühstücke, Mittag- und Abendessen sowie Lunchpakete bereitgestellt. Bis 2004 fand samstagabends in der Schulaula eine Disco statt. Was den Tag über Wettkampfleinen trennend zu Konkurrenten werden ließ, verband am Abend Musik. Als Klassiker galt das Mitklatschen aller Teilnehmer auf dem Boden zu „We will rock you“ von Queen. Die Fülle an Bestzeiten aller Aktiven auch am zweiten Wettkampftag bestätigte: Leistung und Geselligkeit gehören zusammen. Langeweile wurde an beiden Tagen gerade für die Jüngeren mit einem Bastelzelt bekämpft.

Wandel der Zeit

Anfänglich wurden Meldungen postalisch, später per Fax übermittelt, mit der Schreibmaschine wurden Meldeergebnis und Protokoll erstellt. Danach kamen erste Computer-Programme für die Meldeeingabe und Protokollausgabe zum Einsatz. Jahrelang griff man auf das selbstentwickelte und stetig verbesserte Programm „aqua“ des ehemaligen sportlichen Leiters Jochen Maurer zurück. Urkunden, früher handschriftlich ausgefüllt, werden heute digital zugestellt.

Die Wettkämpfe

Ab 2016 werden die 100 m Strecken Freistil, Brust, Rücken und Schmetterling als Vorläufe ausgetragen. Die Finals der jeweils vier schnellsten Aktiven finden nach der Mittagspause statt. Die Anfeuerungen haben zu manch ungeahnter Bestzeit geführt. Ähnlicher Beifall kommt während der Staffelentscheidungen zur Mittagszeit auf.

Rekorde und Namen

Seit 15 Jahren wird genauer geschaut, welche Zeiten geschwommen werden. So sind fast alle Bahnrekorde unterboten worden. Julia Jung (Europameisterin 1995) und Jens Beck (mehrfacher Deutscher Meister) stehen in den Rekordlisten, mit Johannes Oesterling zwischenzeitlich gar ein späterer Bronzemedaillengewinner bei einer Weltmeisterschaft. Der Name Sonja Maurer, erfolgreichste ehemalige FSV-Aktive, tauchte bis 2014 über 200 m Freistil in der Liste auf. Seit dem Eder-Cup im November 2021 haben sich mit je acht Strecken Lea Boy als amtierende Europameisterin über 25 km Freiwasser und Sebastian Aurelius Beck als amtierender Deutscher Kurzbahnmeister hinzugesellt. Alibek Käsler, ehemaliger Teilnehmer der Jugendeuropameisterschaften, ist auf allen drei Rückendistanzen seit 2013 vertreten.

Erinnerungen

Mehrere Jahre lang wurde ein Betreuerschwimmen am Sonntagmittag – ursprünglich eine spontane Gageinlage von Kampfrichtern und Betreuern – ausgetragen. Dabei entstand eine besondere Atmosphäre durch das Anfeuern der Aktiven. Zum Wettkampfende muss das Bad gereinigt werden. So kam es früher auch vor, dass die Aktiven mit Schrubber hinter den Schwimmmeistern im Akkordtempo wischen durften. Den Abschluss des Maischwimmens bildete bis zum größeren Badumbau in 1995 das traditionelle Helfer- und Aktivenessen bei Knöß im Schwimmbadbistro. Mittlerweile wird im Freibadgelände gegrillt.

Das 50. Maischwimmen

Insgesamt starten 138 Aktive 872-mal im Ederberglandbad. Den FSV werden 24 Sportlerinnen und Sportler in 142 Einzel- und zwei Staffelrennen vertreten. „Über die gute Resonanz aus nah und fern für unseren Wettkampf in der derzeitigen Situation können sich unsere fleißigen Helfer sowie die zahlreichen öffentlichen und privaten Unterstützer sehr freuen. Ohne ihr langjähriges Engagement wäre der Wettkampf so nicht zu meistern“, sagt der Vorsitzende des Frankenberger SV, Thorsten Althaus. Erneut werden an beiden Nachmittagen jeweils zwei 100 m Finals austragen. Beim Wettstreit um die beste Gastmannschaft und beste Nachwuchsmannschaft hat jeweils die SSG Erlangen die Favoritenrolle inne. Schneller gemeldet als die bisherigen Bahnrekorde ist Julia Overberg vom VfL Marburg über 50 m Rücken. Neu im Programm sind die 4x100 m Mixed-Staffeln Freistil und Lagen.

Gäste

Mit dabei sind Schwimmer und Schwimmerinnen der SSG Erlangen aus Bayern und der SG Westerwald aus Rheinland-Pfalz. Aus Nordhessen tritt der TSV Battenberg an, zum ersten Mal dabei ist der SFD Schwimmsport-Fulda. Den Bereich Mittelhessen repräsentieren der VfL Marburg, der TSV Kirchhain, der TV Dillenburg, der TV Herbornseelbach, der TV Ehringshausen, TSV Stadtallendorf und der Gießener SV.

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