Kreisoberliga: Spiele nach Wintereinbruch vor Ort abgesagt

Gut eingepackt: Jan Hoffmann von der SG Birkenbringhausen/Haine hatte sich beim Spiel der Reserve in Haubern in Sachen kalte Temperaturen bestens vorbereitet. Foto: Michael Paulus

Frankenberg. Der plötzliche Wintereinbruch am Sonntag hat für einige Spielausfälle im Kreis gesorgt. Einige Partien waren bereits am Vormittag abgesagt worden.

In der Kreisoberliga sollten dagegen alle Spiele ausgetragen werden, starker Schneefall am frühen Nachmittag machte den Verantwortlichen aber einen Strich durch die Rechnung. Vor Ort wurden fast alle Spiele durch die Schiedsrichter abgesagt. Auch der TSV Röddenau war bereits nach Michelbach gereist, gespielt wurde aber nicht. „Als wir dort um 13.30 Uhr ankamen, spielte die zweite Mannschaft gerade und es war leicht am Schneien. Der Schiedsrichter sah bereits Probleme kommen, die Linien auf dem Kunstrasenplatz zu erkennen“, so Thomas Müller, Spielausschussvorsitzender des TSV, der für die dann folgende Absage auch Verständnis hatte. „Es wäre bei diesem Wetter auf diesem Platz eine echte Lotterie geworden.“ Und weiter: „Alles in allem war es besser, bei diesen Wetterbedingungen das Spiel nicht anzupfeifen.“ Zumal auch der Kunstrasenplatz leiden würde, wenn bei Schneefall gespielt wird.

Ähnlich erging es Rennertehausen/Battenfeld, der Aufsteiger sollte bei Silberg/Eisenhausen antreten. „Als wir ankamen, war der Hartplatz bespielbar. Wir haben uns umgezogen, liefen uns warm und sind dann zur Passkontrolle in die Kabine gegangen“, erinnert sich Torhüter Adrian Sellmann. Kurz vor dem Anpfiff änderte sich das Wetter dann schlagartig. „Als wir raus kamen, war dort eine Schneewand - so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen.“ Innerhalb kurzer Zeit lagen zehn Zentimeter Schnee auf dem Platz und an ein Fußballspiel war nicht mehr zu denken. Da keine Besserung des Wetters in Sicht gewesen sei, habe man sich mit Gegner und Schiedsrichter auf eine Absage geeinigt - auch ohne die eigentlich vorgesehene Wartezeit von 30 Minuten.

Das sei auch korrekt gewesen, urteilt Frankenbergs Schiedsrichterlehrwart Steffen Rabe. „Wenn es schon vor dem Anpfiff abzusehen ist, dass nicht gespielt werden kann, dann muss man eigentlich auch die 30 Minuten nicht warten.“

Anders sei dies zum Beispiel bei einem Gewitter. „Das zieht ja manchmal nach einer gewissen Zeit weiter“, so Rabe, der hinzufügt: „Aber bei dieser Wetterlage und den schon vorher nassen Plätzen ist es mit der neuen Feuchtigkeit sinnlos überhaupt anzupfeifen. Da geht auch die Gesundheit der Spieler vor.“

Rabe selber hat an diesem Wochenende übrigens alles richtig gemacht. „Ich hatte spielfrei und habe schön vor dem Ofen auf dem Sofa gelegen“, so der Schiedsrichter. Und so macht der Winter ja auch am meisten Spaß.

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