Fußball-Verbandsliga Mitte

Ingo Miß vor dem Gipfeltreffen zwischen Ederbergland und Steinbach II: Das sind Spiele, für die man kickt

Ingo Miß, Mittelfeldspieler des FC Ederbergland, in Aktion
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Es ist auch nur ein Fußballspiel. Es wird keine Meisterschaft oder ein Abstieg entschieden.

Ingo Miß ist mit 36 Jahren der erfahrenste Spieler beim Fußball-Verbandsligisten FC Ederbergland. In seiner Zeit ist er bereits zwei Mal in die Hessenliga aufgestiegen – kennt sich also mit Spitzenspielen bestens aus. Für uns ein Grund, mit Miß über das bevorstehende Topspiel der Liga gegen den TSV Steinbach II zu sprechen.

Battenberg - Das Gipfeltreffen wird am Sonntag um 14 Uhr in Battenberg angepfiffen. Ein dickes Fragezeichen steht noch hinter Maxim Zich, der unter der Woche krank war. „Den Zustand seiner Zerrung konnten wir entsprechend nicht testen. Kann er spielen, spielt er. Wir brauchen seine tiefen Läufe in die Spitze“, sagt Trainer Christian Behle, der noch um Kevin Vidakovics bangt. Vidakovics hatte erneut starke Knieschmerzen.

Herr Miß, wie ist die Stimmung in der Kabine, wenn der Name Steinbach fällt?

Sehr gut mit viel Vorfreude, aber auch mit einer gewissen Anspannung vor dem großen Spiel.

Unterscheidet sich die Stimmung gegenüber Partien gegen andere Gegner?

Bis dato noch nicht. Es herrscht lediglich etwas mehr Vorfreude als sonst.

Wie bereiten sie sich als Spieler auf solch ein Spitzenspiel vor?

In der direkten Vorbereitung auf das Spiel mache ich nichts anders. Allerdings beschäftigt sich der Kopf bereits unter der Woche viel mehr mit dieser wichtigen Partie.

Aus der Erfahrung heraus: Wie fühlt man sich am Spieltag selbst?

Da ist die Anspannung etwas größer als bei einem Spiel, in dem nicht der Zweite gegen den Ersten spielt. Ich bin nicht nervös, aber es kreist jeder Gedanke um das Spiel. Man fragt sich, ob alle fit sind, welcher Gegner einen erwartet, wer wird spielen. Auch die Tabellenkonstellation hat man mehr im Kopf. Man beschäftigt sich einfach viel mehr damit.

Was raten Sie jungen Spielern, die diese Erfahrung noch nicht haben?

Dass auch dieses eine Spiel nur ein Fußballspiel ist. Es wird keine Meisterschaft oder ein Abstieg entschieden.

Was muss man gegen Steinbach eher beachten, als in anderen Rundenspielen?

Noch mehr beachten muss man, dass der Gegner individuell so stark ist, dass er uns jederzeit wehtun kann. Man muss also eine Top-Rückwärtsbewegung haben. Beachten muss man auch, dass man trotz einer gewissen Aufgeregtheit auch hier die Ruhe bewahrt, auch wenn es mal hektisch wird.

Was bedeutet so ein Spiel?

Das sind die Spiele, für die man kickt. Da kann man auch mal über sich hinauswachsen und lange davon zehren.

Ein nahezu gleiches Torverhältnis, der FCE zuhause ungeschlagen, Steinbach noch ohne jede Niederlage. Gibt es ein Remis?

So in die Glaskugel gucken kann ich nicht. Hier treffen jedenfalls zwei sehr starke Offensiven und Defensiven aufeinander. Steinbach ist der leichte Favorit – die sind Erster, wir Zweiter. Die haben noch nichts verloren, wir ein Mal. Wir wollen jedenfalls gewinnen.

Kennen Sie Steinbacher Schwächen?

Die letzten Spiele haben gezeigt, dass man ihnen Punkte abringen kann, wenn man sie hinten beschäftigt, und versucht, ihre offensivstarken Spieler nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dazu benötigt man von allen Spielern taktische, kämpferische und spielerische sehr gute Leistungen.

Steinbach hat zwei Torjäger mit je sechs Treffern, der FCE mit Maxim Zich einen Stürmer mit zwölf Toren. Was ist besser?

Die Verantwortung, Tore auf möglichst viele Schultern zu verteilen, ist schon besser. Aber auch wir haben neben Maxim genügend Spieler, die wissen, wo da Tor steht.

Für Sie ist es nach zwei Hessenligaaufstiegen der dritte Anlauf dorthin ...

Ich würde gern mit der jetzigen Truppe im doch höheren Fußballalter noch mal aufsteigen. Aber das entscheidet sich nicht gegen Steinbach. Da haben wir noch viel Weg zu gehen.

Wo ist der FCE stärker als Steinbach?

Wir sind eingespielter, bei Steinbach weiß man nicht, wer aufläuft. Wir haben einen brutalen Zusammenhalt. Bei uns kämpft Einer für den Anderen.

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