Was war denn da los? „Ich bin kein Elfmeterkiller“

Getümmel: Die Röddenauer (von links) Maxim Zich und Ronny Schäfer im Duell gegen Pascal Blank und Torhüter Sebastian Wack von der SG Oberes Edertal. Foto: Michael Paulus

Reddighausen. Hoch her ging es im Fußball-Kreisoberliga-Derby zwischen der SG Oberes Edertal und dem TSV Röddenau. Bei bestem Fritz- Walter-Wetter lieferten sich beide Mannschaften eine intensive Partie - am Ende stand ein glücklicher 2:1-Sieg der Paulus-Elf, waren die Gäste doch eigentlich die spielbestimmende Mannschaft.

Allerdings nutzte Röddenau seine Chancen nicht und das hatte einen Grund: Sebastian Wack. Der Torhüter vernagelte seinen Kasten, musste nur den Fallrückzieher Maxim Zichs, ehemaliger Mitspieler Wacks beim FC Ederbergland, passieren lassen.

Seine besagte Tat vollbrachte Wack kurz nach der Pause, als Schiedsrichter Malte Sattler nach einem Foul von Sergej Pracht an Maxim Zich auf Strafstoß für Röddenau entschied. Zich, Toptorjäger der Liga, schnappte sich selbst den Ball. Er wählte vom Torwart aus gesehen die linke Ecke, scheiterte aber am stark reagierenden Wack. Allerdings ließ Sattler den Elfmeter wiederholen, da Spieler der Heimelf zu früh in den Sechzehner gelaufen waren. Also kam der zweite Auftritt von Wack, diesmal gegen Tobias Grebe. Der hatte die andere Ecke gewählt, wieder war der OE-Keeper zur Stelle.

„Ich bin ja eigentlich kein Elferkiller. Und zwei in einem Spiel habe ich noch nie gehalten“, sagte Wack. Der kann sich auf seine große Erfahrung verlassen. „Da achtet man schon auf so einige Anzeichen beim Schützen.“ Welche das genau sind, wollte Wack nicht verraten - nur so viel: „Ich schaue auf die Körperhaltung, da kann man manchmal schon was erkennen.“

War es ein Vorteil, dass er mit beiden Schützen vorher zusammen beim FC Ederbergland zusammengespielt hat? „Nein“, so Wack. „Bei Maxim hatte ich zwar so eine Ahnung, bei Tobi aber nicht. Da habe ich nur spekuliert. Aber gut, dass es heute so geklappt hat. Der Sieg war wichtig für die Moral der Mannschaft, da ist meine persönliche Leistung nicht so wichtig“, gab sich Sebastian Wack ganz als Teamplayer. (mp)

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