Strittige Szene in der 68. Minute des Frankenberger A-Ligaduells

Erst Freistoß gepfiffen, dann auf Einwurf geändert. Foto:  Archiv

Amönau. Es ging zeitweise etwas drunter und drüber auf dem Sportplatz in Amönau am Sonntag im Spiel der Frankenberger Fußball-Kreisliga A zwischen dem VfB Wetter II und der SG Laisa/Berghofen - Endstand der Partie bekannter Maßen 3:3.

Was war passiert? In der 68. Minute gab es nach einem Zweikampf an der Außenlinie eine strittige Szene. Laisa/Berghofen erhielt von Schiedsrichters Lukas Müller (Angelburg/Gönnern) einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie zugesprochen. Daraufhin rückten die Laisaer Spieler vor, um genügend Männer im Strafraum zu positionieren. Der Trainer von Wetter II, Ulli Brunet, teilte dem Schiedsrichter allerdings mit, dass der Ball vor dem Foul aber im Seitenaus gewesen sei.

Daraufhin änderte der Unparteiische seine Entscheidung und gab statt dessen Einwurf für Wetter II. Die Wetteraner führten diesen schnell aus und nutzten die Überzahl zum 3:2-Führungstreffer. Dann gab es natürlich Proteste der SG Laisa/Berghofen gegen das Tor beziehungsweise die Spielfortführung.

Deswegen nahm Schiedsrichter Müller den Treffer zurück und ließ den Einwurf wiederholen. Zwei Tore und eine Rote Karte später beendete der Referee das Spiel in der 86. Minute beim Stand von 3:3 (Torschütze zum 3:3 war Bastian Belz).

Der Frankenberger Schiedsrichter-Lehrwart Steffen Rabe erklärte uns zu diesem Thema: Wenn der Ball vor dem Foulspiel im Seitenaus war, dann ist die Entscheidung Einwurf natürlich die Richtige. Allerdings hätte der Schiedsrichter-Kollege dies wohl etwas deutlicher Anzeigen müssen.

Solange das Spiel nicht fortgesetzt wurde, in diesem Falle solange der Freistoß noch nicht ausgeführt wurde, kann der Schiedsrichter seine Entscheidung immer noch ändern, wenn sich - wie in diesem Falle - die Tatsachen ändern.

Er muss allerdings mit der Spielfortsetzung nicht warten, bis sich alle Spieler wieder auf ihre Positionen begeben haben. Dies sei nicht sein Problem, so Rabe weiter. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte man das allerdings besser lösen können, gab Rabe zu bedenken.

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