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Christian Altstadt und Kati Wiedenbrüg siegen auf der olympischen Distanz

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 Sprint-Siegerin Steffi Steinberg freut sich über ihre Leistung.
Sprint-Siegerin Steffi Steinberg freut sich über ihre Leistung. Die Triathletin aus Bad Honnef sicherte sich bereits im vergangenen Jahr den Sieg in Bottendorf. © Wilfried Hartmann

Mit zwei Premieren wartete der 13. Burgwald-Triathlon in Bottendorf auf: Erstmals wurden Sportler auf der olympischen Distanz ins Rennen geschickt. Außerdem gab es Wettbewerbe für den Nachwuchs.

Bottendorf – Nach Rang zwei im vergangenen Jahr über die Sprintdistanz sicherte sich Christian Altstadt aus Erfurt am Sonntag in Bottendorf den Sieg über die olympische Distanz, genauso wie die Frankfurterin Kati Wiedenbrüg. Im Sprintbereich durften sich Steffi Steinberg aus Bad Honnef und Jonas Degenhardt aus Oberurff über den jeweiligen Sieg freuen.

Bis auf das Siegerlächeln hatten die vier Athleten, wie alle weiteren Starter, eines gemeinsam: ein großes Lob für die Veranstalter. Von der Verpflegung bis hin zur Streckenauswahl und deren Präparierung, alles war bestens organisiert.

Altstadt der Favorit

Dass Altstadt als Favorit ins Rennen ging, war den Kennern der Szene schon vor dem von Organisationschef Fabian Glaßl ausgeführten Startschuss klar. Er war der einzige Vollprofi, der sich zunächst über 1500 Meter im Bottendorfer Teich durchsetzte und dort auch als Erster das Wasser verließ. Lediglich Kati Wiedenbrüg wurde hier zeitgleich registriert. Dann aber zog Altstadt auf den 43 Kilometern per Rad davon und ging mit vier Minuten Vorsprung die 10,5 Kilometer lange Laufstrecke an. Hier musste er seinem Anfangstempo als Lauf-Vierter Tribut zollen, war aber dennoch mit 2:44 Minuten Vorsprung vor Simon Schläger (Wuppertal) als Erster im Ziel.

Altstadts Zeit: 2:09:49 Stunden. „Ich bin jetzt das zweite Mal hier gewesen und muss sagen: alles top. Für eine regionale Veranstaltung toll gemacht. Auch vergangenes Jahr war ich begeistert. Was hier geboten wird, vom Starterpaket über Getränke und so weiter. Da gibt es andere, die es nicht so auf die Reihe bekommen“, sagte Christian Altstadt und fügte an: „Vor allem das Radfahren hat richtig Spaß gemacht. Eine extrem gute Strecke, sehr anspruchsvoll mit reichlich Steigung, da konnte man immer gut ballern.“

Eine Ein-Frau-Schau

Bei den Frauen lieferte Kati Wiedenbrüg eine One-Woman-Show ab: 17 Minuten Vorsprung brachte die Frankfurterin vor Jannica Richter (Fulda) ins Ziel. Sieben Minuten davon hatte sie bereits im Wasser herausgearbeitet.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Sprint-Siegern: Steffi Steinberg musste sich über die 600 Meter Schwimmen, 29 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen durch den Burgwald zwar mehr ins Zeug legen als Wiedenbrüg, doch am Ende hatte sie einen Vorsprung von 30 Sekunden auf Julia Altrup aus Marburg. Ihre Zeit: 1:26:46 Stunden. „Man geht immer an den Start, um zu sehen, ob es am Ende für das Podium reicht. Mir fehlte unterwegs etwas der Überblick, da ich nicht so recht für die Sprintdistanz vorbereitet war. Im vergangenen Jahr war ich bereits Siegerin und habe die legendäre Salami gewonnen. Das allein war schon Anreiz genug“, sagte Steffi Steinberg.

Eine Minute vor dem Zweitplatzierten Timo Böhl aus Netphen durfte sich Jonas Degenhardt aus Oberurff als Sieger feiern lassen. Degenhardt legte den Grundstein auf der Raddistanz, während Böhl noch als 18. aus dem Wasser gestiegen war, mit über zwei Minuten Rückstand und auf dem Rad und der Laufstrecke stark aufholte.

Professionelle Organisation

Wer über das Sport- und Teichgelände des TSV Bottendorf schlenderte, sah, wie professionell der Triathlon mittlerweile organisiert ist: Von der Zeitnahme über die Moderator-Legende Arthur Schmidt bis hin zur Verpflegung und anschließender Physiotherapie ist alles nahe der Perfektion. Selbst die anfangs als etwas verwirrend scheinenden Streckenverläufe wurden durch die vielen Streckenposten zum Kinderspiel. Auf dem Teich fuhr ein Boot voraus, auf den Strecken waren Markierungen und Helfer mit Handzeichen stets parat.

„Es war eine Premiere für uns mit der olympischen Distanz. Wir haben von den Athleten nur positive Rückmeldungen erhalten. Anscheinend war dann alles gut vorbereitet. Von dem her sind wir auch voll zufrieden“, sagte Orga-Chef Fabian Glaßl und fügte an: „Ich ziehe ein positives Fazit. Und auch das Wetter hat vom frühen Morgen an mitgespielt.“ (Wilfried Hartmann)

Profitriathlet Christian Altstadt beim Start auf die Radstrecke
Orga-Chef des Burgwald-Triathlons © Wilfried Hartmann
Helferin Julia Nolte bei der Verpflegungsstation
Profi am Start: Christian Altstadt siegte über die olympische Distanz. © Wilfried Hartmann
Fabian Glaßl
Fabian Glaßl, Organisationschef des 13. Burgwald-Triathlons © Wilfried Hartmann

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