REITTURNIER IN ROSENTHAL

Lokalmatadorin Ann-Kristin Freitag überzeugt im Stilspringen Klasse L mit Quenti

Sicherte sich Rang vier in der Springprüfung der Klasse E: die Rosenthalerin Antonia Scheuch mit Sancerre.
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Sicherte sich Rang vier in der Springprüfung der Klasse E: die Rosenthalerin Antonia Scheuch mit Sancerre.

Das nennt man einen Heimvorteil nutzen: Beim zweitägigen Reitturnier in Rosenthal gewannen die Springreiter am Sonntag drei Siegerschleifen. Und vier Podestplätze krönten den Heimauftritt.

Rosenthal - Leider spielte der Wettergott ab Sonntagmittag den großen Spielverderber. Bereits im Vorfeld wurde das Springen auf den Sandplatz verlegt – und trotzdem starteten in der höchstdotierten Springprüfung, einer Punktespringprüfung der Klasse M* mit Joker, nur sieben Teilnehmer. „Dass im M-Springen nur so wenige Nennungen vorlagen, war schade, aber dennoch wollten wir den Zuschauern das eigentliche Highlight des Turniers nicht verwehren“, sagte Malin Finger, Schriftführerin des Reit- und Fahrvereins Rosenthal, und fügte an: „Aber gerade Springen ab der Kl. M werden oft von Profis genannt, die nicht wegen nur einer Prüfung auf ein Turnier fahren, sondern dann andere Veranstalter auswählen, bei denen sie mehrere M- oder S-Springen reiten können.“

Die Prüfung gewann Johanna Hüttich vom RFV Wetschaftstal vor Lokalmatadorin Ann-Kristin Freitag, die mit den beiden Stuten Quenti und Batumi die Ränge zwei und drei belegte. Auf Rang vier folgte die Korbacherin Daniela Hocke, die allerdings acht Punkte verpasste. Doch damit hatte Ann-Kristin Freitag noch nicht genug, denn in der Springprüfung der Klasse L gewann sie mit Quenti, 12-Jährig, mit einem fehlerfreien Umlauf in der schnellsten Zeit von 55,75 Sekunden vor Antonia Kleinschmidt (RSG Waldeck-Edersee). Die Amazone verhinderte somit den Doppelsieg von Freitag, die auch noch auf Rang drei kam.

Am Mittag konnte endlich die erste Wertungsprüfung des „Walter-Bergmoser-Förderpreis 2021“ nach vielen Turnierabsagen gestartet werden. Zu Beginn dieser Prüfung verfolgten viele Zuschauer den Wettbewerb. Mit dem einsetzenden Gewitterschauer leerten sich die Ränge leider, was schade für die zumeist jungen Starter war. Die Siegerschleife ging dieses Mal nach Gemünden: Julia Schneider hatte ihre Stute Contefinchen, Sechsjährig, gesattelt und trotzte dem einsetzenden Regen mit der schnellsten Zeit in 50,21 Sekunden. Eiine Zeit, die selbst der erfahrene Reiter Arno Reitze aus Borken nicht toppte. Die Rosenthalerin Paula Dersch erreichte Rang vier. Zuvor hatte sie sich bereits die Siegerschleife in der Stilspringprüfung der Klasse A* gesichert. In dieser Prüfung starteten 32 Teilnehmer.

In der Springprüfung der Klasse E wurden die Rosenthalerin Antonia Scheuch (4.) und Anne Schleiter (6.) platziert. Ann-Kristin Freitag siegte mit Quenti in der Stilspringprüfung der Klasse L mit der tollen Wertnote von 8,50 vor Johanna Hüttich (Wetschaftstal) und Teamgefährtin Luisa Dersch, die mit 7,90 auch noch eine starke Leistung zeigte. Mit einer 7,60 kam Freitag mit Batumi noch auf vier. „Alles in allem sind wir zufrieden mit dem Verlauf des Turniers und haben sowohl von den Richtern als auch von den Teilnehmern und Zuschauern durchweg positive Rückmeldungen erhalten“, sagte Malin Finger.

Walter-Bergmoser-Förderpreis

Die Walter-Bergmoser-Springsportförderung aus Reddighausen hat es sich zum Ziel gesetzt, Pferdesportvereinen in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf einen Anreiz zur Durchführung von Reitturnieren zu geben. Bei ursprünglich geplanten sechs Turnieren werden für Reiter mit Stammmitgliedschaft aus Hessen und Nordrhein-Westfalen jeweils eine Springleistungsprüfung der Klasse E und A ausgeschrieben. Der Sieger erhält so viele Punkte, wie Paare gestartet sind. Der Zweite einen Punkt weniger, der Dritte zwei Punkte weniger, usw. Bei der letzten Veranstaltung (Gemünden) sind die Prüfungen mit einem Stechen ausgeschrieben. Hierbei werden die Punkte mit 1,5 multipliziert. Bisher sind die Turniere in Korbach, Marburg-Werda und Ernsthausen ausgefallen.

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